Erläuterungen zur Konzernbilanz

(16) Geschäfts- oder Firmenwerte

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Geschäfts- oder Firmenwerte1
in Mio. € Healthcare Life Science Performance Materials Gesamt
Anschaffungskosten, Stand 1.1.2016 1.823 11.272 1.397 14.492
Veränderungen im Konsolidierungskreis – 3 92 89
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte – 9 – 9
Währungsumrechnungsdifferenz 387 55 443
Stand 31.12.2016 1.811 11.752 1.452 15.015
 
Kumulierte Abschreibungen, Stand 1.1.2016
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Wertminderungen
Abgänge
Umbuchungen
Wertaufholungen
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
Währungsumrechnungsdifferenz
Stand 31.12.2016
 
Restbuchwerte, Stand 31.12.2016 1.811 11.752 1.452 15.015
 
Anschaffungskosten, Stand 1.1.2017 1.811 11.752 1.452 15.015
Veränderungen im Konsolidierungskreis 17 17
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte – 25 – 25
Währungsumrechnungsdifferenz – 1 – 1.250 – 174 – 1.425
Stand 31.12.2017 1.785 10.519 1.278 13.582
 
Kumulierte Abschreibungen, Stand 1.1.2017
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Wertminderungen
Abgänge
Umbuchungen
Wertaufholungen
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
Währungsumrechnungsdifferenz
Stand 31.12.2017
 
Restbuchwerte, Stand 31.12.2017 1.785 10.519 1.278 13.582
1
Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Anmerkung (4) „Akquisitionen und Desinvestitionen‟.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte entstanden vor allem im Rahmen der Akquisitionen der Sigma-Aldrich Corporation, der AZ Electronic Materials S. A, der Millipore Corporation und der Serono SA. Die währungsbedingten Änderungen der Geschäfts- oder Firmenwerte resultierten nahezu ausschließlich aus der Umrechnung der zum Teil in US-Dollar geführten Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Akquisitionen der Sigma-Aldrich Corporation, der AZ Electronic Materials S. A und der Millipore Corporation. Für weitere Angaben zu den Veränderungen im Konsolidierungskreis aufgrund der Akquisition der BioControl Systems, Inc. wird auf Anmerkung (4) „Akquisitionen und Desinvestitionen‟ verwiesen.

Die Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte standen im Zusammenhang mit der Veräußerung der Biosimilars-Geschäftsaktivitäten (siehe Anmerkung (4) „Akquisitionen und Desinvestitionen‟).

Für die Geschäfts- oder Firmenwerte ergab sich im Geschäftsjahr 2017, ebenso wie im Vorjahr, kein Wertminderungsbedarf. Die im Rahmen der Wertminderungstests der Geschäfts- oder Firmenwerte zugrunde gelegten Annahmen sind in Anmerkung (6) „Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten‟ dargestellt.

(17) Sonstige immaterielle Vermögenswerte

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Kundenbeziehungen, Markennamen und Warenzeichen Marktzulassungen, Patente, Lizenzen, ähnliche Rechte und Sonstiges1 Software und in Entwicklung befindliche Software2 Geleistete Anzahlungen2 Gesamt1
in Mio. € Bestimmte Nutzungsdauer Noch nicht nutzungsbereit
Anschaffungs- und Herstellungskosten, Stand 1.1.2016 7.743 10.712 757 529 19.741
Veränderungen im Konsolidierungskreis 35 21 56
Zugänge 16 12 107 136
Abgänge – 1 – 2 – 10 – 13
Umbuchungen – 3 7 4
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte – 2 - 2
Währungsumrechnungsdifferenz 236 76 5 317
Stand 31.12.2016 8.011 10.824 766 639 20.239
 
Kumulierte Abschreibungen, Stand 1.1.2016 – 1.052 – 6.896 – 574 – 289 – 8.811
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Abschreibungen – 464 – 754 – 59 – 1.277
Wertminderungen – 17 – 77 – 12 – 12 – 118
Abgänge 2 10 12
Umbuchungen 3 3
Wertaufholungen
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
Währungsumrechnungsdifferenz – 30 – 32 – 6 – 69
Stand 31.12.2016 – 1.560 – 7.759 – 585 – 356 – 10.259
 
Restbuchwerte, Stand 31.12.2016 6.451 3.065 181 283 9.980
Anschaffungs- und Herstellungskosten, Stand 1.1.2017 8.011 10.824 766 639 20.239
Veränderungen im Konsolidierungskreis – 1 21 20
Zugänge 24 263 110 1 398
Abgänge – 1 – 5 – 27 – 32
Umbuchungen – 2 6 – 8 8 – 2 4
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 2 2
Währungsumrechnungsdifferenz – 838 – 190 – 1 – 25 – 1.053
Stand 31.12.2017 7.171 10.685 1.017 705 19.577
 
Kumulierte Abschreibungen, Stand 1.1.2017 – 1.560 – 7.759 – 585 – 356 10.259
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Abschreibungen – 451 – 751 – 41 – 1.243
Wertminderungen – 50 – 17 – 67
Abgänge 1 5 27 33
Umbuchungen 2 – 2 1
Wertaufholungen 17 17
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
Währungsumrechnungsdifferenz 142 100 1 15 258
Stand 31.12.2017 – 1.868 – 8.438 – 596 – 357 11.260
 
Restbuchwerte, Stand 31.12.2017 5.303 2.246 421 348 8.317
1
Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Anmerkung (4) „Akquisitionen und Desinvestitionen‟.
2
In Entwicklung befindliche Software wird seit dem Geschäftsjahr 2017 gemeinsam mit Software ausgewiesen; die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst.

Die Buchwerte der Kundenbeziehungen, Markennamen und Warenzeichen sowie Marktzulassungen, Patente, Lizenzen, ähnlichen Rechte und Sonstigen ließen sich wie folgt den Unternehmensbereichen zuordnen.

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in Mio. € Restnutzungsdauer in Jahren Healthcare Life Science Performance Materials Gesamt 31.12.2017 Gesamt 31.12.20161
Kundenbeziehungen, Markennamen und Warenzeichen 3 5.135 165 5.303 6.451
Kundenbeziehungen 0,5 – 19,9 4.265 157 4.422 5.342
Davon: Aus der Akquisition der Sigma-Aldrich Corporation 18,9 – 19,9 3.536 157 3.693 4.425
Davon: Aus der Akquisition der Millipore Corporation 0,5 – 9,5 681 681 859
Markennamen und Warenzeichen 1,0 – 9,9 3 870 8 881 1.109
Davon: Aus der Akquisition der Sigma-Aldrich Corporation 9,9 695 695 864
 
Marktzulassungen, Patente, Lizenzen, ähnliche Rechte und Sonstiges
Bestimmte Nutzungsdauer 1.074 390 780 2.246 3.065
Rebif® 2,0 737 737 1.105
Gonal-f® 1,0 95 95 190
Xalkori® 4,0 93 93 153
Saizen® 2,0 62 62 92
Sonstige Marktzulassungen 49 49 68
Technologien 0,1 – 15,3 384 771 1.156 1.420
Davon: Aus der Akquisition der AZ Electronic Materials S. A 3,3 – 15,3 741 741 918
Sonstige 38 6 9 54 37
 
Noch nicht nutzungsbereit 421 421 181
1
Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Anmerkung (4) „Akquisitionen und Desinvestitionen‟.

Die Veränderungen im Konsolidierungskreis beinhalteten im Geschäftsjahr 2016 im Wesentlichen die Zugänge an immateriellen Vermögenswerten aus der Akquisition der BioControl Systems, Inc., USA. Im Geschäftsjahr 2017 waren in den Veränderungen im Konsolidierungskreis insbesondere die Zugänge von immateriellen Vermögenswerten aus den Akquisitionen der Natrix Separations, Inc., Kanada, und der Grzybowski Scientific Inventions Ltd., USA, sowie die Veränderungen aus der Erstkonsolidierung der Merck Window Technologies B. V., Niederlande, enthalten. Die Akquisitionen sind in der Anmerkung (4) „Akquisitionen und Desinvestitionen‟ dargestellt.

Der Restbuchwert von Marktzulassungen, Patenten, Lizenzen, ähnlichen Rechten und Sonstigen mit bestimmter Nutzungsdauer in Höhe von 2.246 Mio. € (31. Dezember 2016: 3.065 Mio. €1) beinhaltete vor allem die im Rahmen der Akquisitionen der Sigma-Aldrich Corporation, der AZ Electronic Materials S. A, der Millipore Corporation und der Serono SA identifizierten und aktivierten immateriellen Vermögenswerte. Auf diese Akquisitionen sind auch im Wesentlichen die aktivierten Kundenbeziehungen unter Kundenbeziehungen, Markennamen und Warenzeichen (5.303 Mio. €; 31. Dezember 2016: 6.451 Mio. €1) zurückzuführen.

Die Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter Nutzungsdauer beliefen sich im Geschäftsjahr 2017 auf 24 Mio. € (Vorjahr: 16 Mio. €) und entfielen im Wesentlichen auf die Unternehmensbereiche Healthcare (10 Mio. €) und Life Science (9 Mio. €).

Bei den Marktzulassungen, Patenten, Lizenzen, ähnlichen Rechten und Sonstigen mit bestimmter Nutzungsdauer ergaben sich im Geschäftsjahr 2017 Wertminderungen in Höhe von 50 Mio. € (Vorjahr: 77 Mio. €). Davon entfielen 33 Mio. € auf den Unternehmensbereich Healthcare, die sich auf das Co-Kommerzialisierungsrecht für Xalkori® bezogen und durch revidierte Gewinnerwartungen bedingt waren. Zusätzlich führten nicht weiter genutzte Technologien zu einer Wertminderung um 17 Mio. € im Unternehmensbereich Performance Materials. Die Sachverhalte wurden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter den Wertminderungen ausgewiesen.

Bei den immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter Nutzungsdauer ergaben sich im Unternehmensbereich Healthcare im Geschäftsjahr 2017 Wertaufholungen in Höhe von 17 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €). Die Wertaufholung auf die fortgeführten Anschaffungskosten war auf die Marktzulassung für das Multiple-Sklerose-Medikament Mavenclad® zurückzuführen. Der Sachverhalt wurde in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge unter den Wertaufholungen bei langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Die Zugänge bei den noch nicht nutzungsbereiten Marktzulassungen, Patenten, Lizenzen, ähnlichen Rechten und Sonstigem beliefen sich im Geschäftsjahr 2017 auf 263 Mio. € (Vorjahr: 12 Mio. €) und waren fast vollständig auf den Unternehmensbereich Healthcare zurückzuführen. Die Zugänge resultierten insbesondere aus einer Lizenzvereinbarung mit Vertex Pharmaceuticals Inc., USA, die den Erwerb von zwei klinischen sowie weiteren neuartigen präklinischen Forschungsprogrammen in den Bereichen Onkologie und Immunonkologie umfasste.

Die Wertminderungen auf noch nicht nutzungsbereite Marktzulassungen, Patente, Lizenzen, ähnliche Rechte und Sonstiges in Höhe von 17 Mio. € (Vorjahr: 12 Mio. €) waren dem Unternehmensbereich Healthcare zuzurechnen. Davon waren 13 Mio. € auf die teilweise Wertminderung einer Prüfsubstanz aus der Lizenzvereinbarung mit Vertex Pharmaceuticals Inc., USA, zurückzuführen. Die Wertminderung wurde in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter den Wertminderungen ausgewiesen.

Die Zugänge bei Software und in Entwicklung befindlicher Software in Höhe von 110 Mio. € (Vorjahr: 107 Mio. €) sind im Wesentlichen auf neue ERP-Entwicklungen in den Unternehmensbereichen Life Science (45 Mio. €) und Healthcare (42 Mio. €) zurückzuführen.

Die Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte standen im Zusammenhang mit der Veräußerung der Biosimilars-Geschäftsaktivitäten (siehe Anmerkung (4) „Akquisitionen und Desinvestitionen‟).

Im Geschäftsjahr 2017 wurden direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten auf qualifizierte Vermögenswerte in Höhe von 7 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €) aktiviert.

(18) Sachanlagen

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in Mio. € Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken1 Technische Anlagen und Maschinen1 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt1
Anschaffungs- und Herstellungskosten, Stand 1.1. 2016 3.284 3.879 1.091 592 8.846
Veränderungen im Konsolidierungskreis – 2 – 9 – 7 – 18
Zugänge 17 36 32 669 753
Abgänge – 59 – 82 – 68 – 4 – 214
Umbuchungen 154 221 78 – 460 – 8
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte – 41 – 2 – 42
Währungsumrechnungsdifferenz 37 26 11 12 85
Stand 31.12. 2016 3.391 4.068 1.136 807 9.402
 
Kumulierte Abschreibungen, Stand 1.1. 2016 – 1.289 – 2.732 – 817 – 4.838
Veränderungen im Konsolidierungskreis 8 5 13
Abschreibungen – 147 – 281 – 100 – 529
Wertminderungen – 4 – 1 – 2 – 4 – 11
Abgänge 47 78 64 189
Umbuchungen 3 – 3
Wertaufholungen 1 1 1
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 41 1 41
Währungsumrechnungsdifferenz – 13 – 19 – 7 – 38
Stand 31.12. 2016 – 1.361 – 2.949 – 858 – 4 – 5.171
 
Restbuchwerte, Stand 31.12. 2016 2.030 1.119 279 804 4.231
 
Anschaffungs- und Herstellungskosten, Stand 1.1. 2017 3.391 4.068 1.136 807 9.402
Veränderungen im Konsolidierungskreis 49 2 – 24 28
Zugänge 30 54 35 818 936
Abgänge – 50 – 142 – 34 – 16 – 241
Umbuchungen 184 258 96 – 543 – 5
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 41 – 2 39
Währungsumrechnungsdifferenz – 131 – 103 – 33 – 40 – 306
Stand 31.12. 2017 3.514 4.136 1.176 1.026 9.852
 
Kumulierte Abschreibungen, Stand 1.1. 2017 – 1.361 – 2.949 – 858 – 4 – 5.171
Veränderungen im Konsolidierungskreis – 31 2 21 – 9
Abschreibungen – 147 – 266 – 103 – 516
Wertminderungen – 2 – 2 – 5
Abgänge 39 138 32 209
Umbuchungen
Wertaufholungen 35 35 69
Umgliederung in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte – 41 1 – 40
Währungsumrechnungsdifferenz 37 63 21 122
Stand 31.12. 2017 – 1.472 – 2.978 – 886 – 4 – 5.340
 
Restbuchwerte, Stand 31.12. 2017 2.042 1.158 291 1.022 4.512
1
Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Anmerkung (4) „Akquisitionen und Desinvestitionen‟.

Die Veränderungen im Konsolidierungskreis beinhalteten im Geschäftsjahr 2016 im Wesentlichen die Zugänge von Sachanlagen aus der Akquisition der BioControl Systems, Inc., USA, sowie die Abgänge aufgrund der Veräußerung der pakistanischen Tochterunternehmen und der Entkonsolidierung der venezolanischen Tochtergesellschaften. Eine detaillierte Darstellung der Akquisitionen findet sich in Anmerkung (4) „Akquisitionen und Desinvestitionen‟. Im Geschäftsjahr 2017 waren in den Veränderungen im Konsolidierungskreis insbesondere die Zugänge von Sachanlagen aus der Erstkonsolidierung der Merck Wohnungs- und Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH sowie der Merck Window Technologies B. V., Niederlande, enthalten.

Wesentliche Zugänge bei den Anlagen im Bau betrafen die Errichtung der neuen Konzernzentrale, den Bau eines Innovationszentrums und eines neuen Laborgebäudes am Standort Darmstadt sowie den Bau eines neuen Life Science Campus in den USA. Zudem wurde in Produktionsstätten in China, Italien, den USA und Deutschland investiert. Die Umbuchungen aus den Anlagen im Bau beinhalteten im Wesentlichen abgeschlossene Teilprojekte im Rahmen der Errichtung der Konzernzentrale am Standort Darmstadt sowie Investitionen in den USA, Frankreich, China und der Schweiz.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden Wertminderungen in Höhe von 5 Mio. € (Vorjahr: 11 Mio. €) vorgenommen. Diese betrafen größtenteils Vermögenswerte, die dem Unternehmensbereich Life Science zugeordnet waren. Die Wertaufholungen im Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 69 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €) entfielen vollständig auf den Unternehmensbereich Healthcare und waren auf die Zuschreibung der biopharmazeutischen Produktionsanlage in Corsier-sur-Vevey, Schweiz, zurückzuführen. Aufgrund verbesserter Erwartungen hinsichtlich der Kapazitätsauslastung der Produktionsanlage, insbesondere durch die Zulassungen des immunonkologischen Produkts Bavencio®, das auf dieser Anlage produziert werden soll, wurde die Produktionsanlage auf den fortgeführten Restbuchwert zugeschrieben. Die Anlage wurde im Geschäftsjahr 2011 um 165 Mio. € wertgemindert.

Die Umgliederungen in zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte standen im Zusammenhang mit der Veräußerung der Biosimilars-Geschäftsaktivitäten (siehe Anmerkung (4) „Akquisitionen und Desinvestitionen‟).

Direkt zurechenbare Fremdkapitalkosten auf qualifizierte Vermögenswerte wurden in Höhe von 5 Mio. € (Vorjahr: 6 Mio. €) aktiviert.

Die Buchwerte der als Finanzierungsleasing klassifizierten Vermögenswerte unterteilten sich wie folgt.

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in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Grundstücke und Gebäude 5 4
Fahrzeuge 1
Sonstige Sachanlagen 1 1
Buchwerte der als Finanzierungsleasing klassifizierten Vermögenswerte 5 6

(19) Finanzielle Vermögenswerte

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in Mio. € Kurzfristig Langfristig 31.12.2017 Kurzfristig Langfristig 31.12.2016
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 35 420 454 43 191 233
Kredite und Forderungen 47 12 59 44 10 55
Vermögenswerte aus Derivaten (Finanztransaktionen) 9 13 22 59 17 76
Finanzielle Vermögenswerte 90 444 535 145 218 364

Die zur Veräußerung verfügbaren kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte enthielten Anleihen in Höhe von 26 Mio. € (31. Dezember 2016: 29 Mio. €).

Die zur Veräußerung verfügbaren langfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalteten im Wesentlichen bedingte Gegenleistungen in Höhe von 266 Mio. € (31. Dezember 2016: 38 Mio. €) im Zusammenhang mit der Veräußerung der Geschäftsaktivitäten von Biosimilars (siehe Anmerkung (4) „Akquisitionen und Desinvestitionen‟) und Kuvan®. Zudem enthielt der Posten Unternehmensbeteiligungen in Höhe von 121 Mio. € (31. Dezember 2016: 112 Mio. €) und Anteile an wegen untergeordneter Bedeutung nicht konsolidierten Tochterunternehmen in Höhe von 1 Mio. € (31. Dezember 2016: 24 Mio. €).

Auf Unternehmensbeteiligungen und sonstige zur Veräußerung verfügbare langfristige finanzielle Vermögenswerte wurden Wertminderungen in Höhe von insgesamt 14 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €) vorgenommen. Bei den zur Veräußerung verfügbaren langfristigen finanziellen Vermögenswerten haben sich im Berichtsjahr die positiven und negativen erfolgsneutralen Marktwertanpassungen betragsmäßig aufgehoben (Vorjahr: 50 Mio. €). Der Vorjahresbetrag enthielt zuvor erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasste Marktwertanpassungen in Höhe von 31 Mio. €, die bei der Veräußerung einer Minderheitsbeteiligung in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurden.

Die in den finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Kredite und Forderungen waren weder überfällig noch wertberichtigt.

(20) Übrige Vermögenswerte

Die übrigen Vermögenswerte setzten sich folgendermaßen zusammen.

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in Mio. € Kurzfristig Langfristig 31.12.2017 Kurzfristig1 Langfristig 31.12.20161
Übrige Forderungen 247 29 276 272 5 277
Vermögenswerte aus Derivaten (operativ) 30 62 92 7 5 12
Finanzielle Posten 277 91 367 279 10 289
 
Forderungen aus nicht einkommensabhängigen Steuern 239 38 277 205 29 234
Rechnungsabgrenzungsposten 99 8 107 71 12 82
Vermögenswerte aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 1 1
Sonstige Vermögenswerte 115 69 184 118 81 199
Nicht finanzielle Posten 454 114 568 394 121 515
Übrige Vermögenswerte 731 205 936 672 131 804
1
Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Anmerkung (4) „Akquisitionen und Desinvestitionen‟.

Die übrigen Forderungen enthielten kurzfristige Forderungen gegen nahestehende Unternehmen in Höhe von 141 Mio. € (31. Dezember 2016: 124 Mio. €). Diese resultierten aus Erstattungsansprüchen gegen Gesellschafter aus für diese abgeführten Steuern.

Zudem enthielten die übrigen Forderungen Lizenzforderungen in Höhe von 28 Mio. € (31. Dezember 2016: 38 Mio. €).

Die Veränderung der langfristigen Vermögenswerte aus Derivaten (operativ) (62 Mio. €; 31. Dezember 2016: 5 Mio. €) war im Wesentlichen auf den Erwerb einer Option auf Eigenkapitalinstrumente zurückzuführen.

Die Fälligkeiten der Buchwerte der übrigen Forderungen gegen Dritte stellten sich wie folgt dar.

22.5 KB EXCEL

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Weder überfällig noch wertberichtigt 258 270
Überfällig, aber nicht wertberichtigt
bis zu 3 Monate 4 3
bis zu 6 Monate 7
bis zu 12 Monate 1 2
bis zu 24 Monate 6 1
über 2 Jahre
Wertberichtigt
Übrige Forderungen 276 277

Im Berichtsjahr 2017 ergab sich eine Wertaufholung auf übrige Forderungen in Höhe von 20 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €). Diese Wertaufholung stand im Zusammenhang mit vertraglichen Rückerstattungsansprüchen aus dem Verkauf des Generika-Geschäfts im Jahr 2007.

Wie bereits im Vorjahr wurden im Berichtsjahr keine Wertberichtigungen auf übrige Forderungen gebildet.

(21) Vorräte

Im Einzelnen gliederten sich die Vorräte in folgende Posten.

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in Mio. € 31.12.2017 31.12.20161
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 481 501
Unfertige Erzeugnisse 795 694
Fertige Erzeugnisse / Handelswaren 1.355 1.415
Vorräte 2.632 2.609
1
Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Anmerkung (4) „Akquisitionen und Desinvestitionen‟.

Die Abwertung des Vorratsvermögens in der Berichtsperiode belief sich auf 154 Mio. € (Vorjahr: 236 Mio. €); Wertaufholungen wurden in Höhe von 110 Mio. € (Vorjahr: 59 Mio. €) vorgenommen.

Insbesondere die Prozessoptimierung der Lieferketten im Unternehmensbereich Life Science durch die weiter fortgeschrittene Sigma-Aldrich-Integration und die damit verbundene bessere Verfüg- und Nutzbarkeit der fertigen Erzeugnisse und Handelswaren führten zu niedrigeren Abwertungen und zu einer höheren Auflösung von in Vorperioden gebildeten Wertberichtigungen auf Vorräte.

Zum Bilanzstichtag dienten keine Vorräte der Besicherung von Verbindlichkeiten.

(22) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Fälligkeitsstruktur der Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellte sich wie folgt dar.

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in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Weder überfällig noch wertberichtigt 2.391 2.458
Überfällig, aber nicht wertberichtigt
bis zu 3 Monate 392 232
bis zu 6 Monate 50 20
bis zu 12 Monate 32 8
bis zu 24 Monate 7 3
über 2 Jahre 1 1
Wertberichtigt 51 168
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.923 2.889

Die entsprechenden Wertberichtigungen entwickelten sich wie folgt.

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in Mio. € 2017 2016
Stand 1.1. – 464 – 165
Zuführungen – 39 – 52
Wertaufholung / Inanspruchnahme 99 76
Veränderungen des Konsolidierungskreises – 302
Wechselkurseffekte und andere Veränderungen 37 – 20
Stand 31.12. – 367 – 464

Im Geschäftsjahr 2017 konnten aufgrund der verbesserten Zahlungsfähigkeit insbesondere bei Kunden im Nahen Osten zuvor gebildete Wertberichtigungen aufgelöst werden. Die Erhöhung der Wertberichtigungen aus Veränderungen des Konsolidierungskreises im Vorjahr resultierte aus Forderungen gegen die entkonsolidierten venezolanischen Gesellschaften, die in dieser Höhe vollständig wertberichtigt waren.

Im Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2017 wurden in Italien Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einem Nominalwert in Höhe von 25 Mio. € zu einem Preis von 24 Mio. € verkauft. In diesem Zusammenhang konnten bereits gebildete Wertberichtigungen in Höhe von 1 Mio. € aufgelöst und in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden. Aus den verkauften Forderungen bestehen keine weiteren Rückgriffsrechte gegenüber Merck.

(23) Ertragsteuererstattungsansprüche

Die Ertragsteuererstattungsansprüche betrugen 490 Mio. € (31. Dezember 2016: 403 Mio. €). Die Steuererstattungsansprüche resultierten vor allem aus Steuervorauszahlungen, die über der tatsächlichen Steuerschuld für das abgelaufene Geschäftsjahr und frühere Geschäftsjahre lagen, und aus Erstattungsansprüchen für Vorjahre.

(24) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzten sich wie folgt zusammen.

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in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 481 662
Kurzfristige Geldanlagen (bis 3 Monate) 108 277
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 589 939

Die Entwicklung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die den Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 bilden, ist in der Konzernkapitalflussrechnung dargestellt.

In den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten waren verfügungsbeschränkte Zahlungsmittel in Höhe von 250 Mio. € (31. Dezember 2016: 238 Mio. €) enthalten. Diese betrafen im Wesentlichen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bei Tochtergesellschaften, über die der Konzern aufgrund von Devisenverkehrskontrollen nur eingeschränkt verfügen konnte.

Das maximale Ausfallrisiko entspricht dem Buchwert der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

(25) Eigenkapital

Gesellschaftskapital

Das Gesamtkapital der Gesellschaft setzt sich zusammen aus dem in Aktien eingeteilten Grundkapital und dem von der E. Merck KG als persönlich haftendem Gesellschafter gehaltenen Kapitalanteil. Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von 168 Mio. € war zum Bilanzstichtag in 129.242.251 auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennbetrag sowie eine Namensaktie eingeteilt und wird als gezeichnetes Kapital ausgewiesen. Auf jede Aktie entfällt ein rechnerischer Anteil am Grundkapital in Höhe von 1,30 €. Der bei der Ausgabe von Aktien durch die Merck KGaA über den Nennbetrag hinaus erzielte Betrag wurde in die Kapitalrücklage eingestellt. Der vom persönlich haftenden Gesellschafter gehaltene Kapitalanteil belief sich auf 397 Mio. €. Im Geschäftsjahr gab es, ebenso wie im Vorjahr, beim Gesellschaftskapital keine Veränderungen.

Ergebnisanteil der E. Merck KG

Zwischen der E. Merck KG und der Merck KGaA besteht eine wechselseitige Ergebnisabführung. Durch diese wird erreicht, dass die E. Merck KG als Komplementär der Merck KGaA und die Kommanditaktionäre entsprechend dem Verhältnis von Komplementär- und Grundkapital (70,274 % beziehungsweise 29,726 % des Gesellschaftskapitals) am Ergebnis der Merck KGaA beteiligt werden.

Die Ergebnisaufteilung beruht auf den nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs ermittelten Jahresüberschüssen der E. Merck KG und der Merck KGaA. Diese Ergebnisse werden um die Gewerbeertragsteueraufwendungen oder -erträge beziehungsweise Körperschaftsteuer angepasst und ergeben die der Ergebnisaufteilung zugrunde liegende Basis. Die Anpassung um die Körperschaftsteuer erfolgt, damit der Unterschied in der steuerlichen Behandlung zwischen dem Komplementär und den Kommanditaktionären ausgeglichen wird. Die Körperschaftsteuer wird nur auf das Einkommen der Kommanditaktionäre berechnet. Ihr Äquivalent ist die auf die Gesellschafter der E. Merck KG entfallende Einkommensteuer, die diese unmittelbar zu entrichten haben. Durch die Anpassung wird somit eine beteiligungsproportionale Ergebnisbeteiligung der beiden Gesellschaftergruppen sichergestellt. Die satzungsmäßige wechselseitige Ergebnisabführung zwischen der E. Merck KG und der Merck KGaA stellte sich wie folgt dar.

25 KB EXCEL

2017 2016
in Mio. €   E. Merck KG Merck KGaA E. Merck KG Merck KGaA
Ergebnis der E. Merck KG vor wechselseitiger Ergebnisabführung, bereinigt um die Gewerbeertragsteuer – 16 – 6
Jahresüberschuss der Merck KGaA vor wechselseitiger Ergebnisabführung 723 556
Körperschaftsteuer 56 11
Basis für Ergebnisaufteilung (100 %) – 16 780 – 6 567
Ergebnisabführung an die E. Merck KG Verhältnis Komplementärkapital zum Gesamtkapital (70,274 %) 548 – 548 398 – 398
Ergebnisabführung von der E. Merck KG Verhältnis Grundkapital zum Gesamtkapital (29,726 %) 5 – 5 2 – 2
Körperschaftsteuer – 56 – 11
Jahresüberschuss 537 171 394 156

Das der Ergebnisverteilung zugrunde liegende Ergebnis der E. Merck KG, angepasst um die Gewerbeertragsteuer, betrug – 16 Mio. € (Vorjahr: – 6 Mio. €). Hieraus resultierte eine Ergebnisübernahme der Merck KGaA in Höhe von – 5 Mio. € (Vorjahr: – 2 Mio. €). Der der Ergebnisverteilung zugrunde liegende Jahresüberschuss der Merck KGaA, angepasst um die Körperschaftsteuer, betrug 780 Mio. € (Vorjahr: 567 Mio. €). Von dem Ergebnis der Merck KGaA hat die E. Merck KG einen Gewinn in Höhe von 548 Mio. € übernommen (Vorjahr: 398 Mio. €). Zusätzlich ergab sich ein Aufwand aus Körperschaftsteuerbelastung in Höhe von 56 Mio. € (Vorjahr: Aufwand von 11 Mio. €).

Gewinnverwendung

Die von den Kommanditaktionären zu beschließende Gewinnausschüttung bestimmt zugleich die Höhe des für die E. Merck KG frei verfügbaren Ergebnisanteils. Beschließen die Kommanditaktionäre, einen Teil des ihnen zustehenden Bilanzgewinns der Merck KGaA auf neue Rechnung vorzutragen oder in die Gewinnrücklagen einzustellen, so ist die E. Merck KG verpflichtet, einen gemäß dem Verhältnis von Grund- und Komplementärkapital zu ermittelnden vergleichbaren Betrag bei der Merck KGaA in den Gewinnvortrag / die Gewinnrücklagen einzustellen. Somit wird sichergestellt, dass die Gewinnrücklagen und der Gewinnvortrag der Merck KGaA den Beteiligungsverhältnissen der Kommanditaktionäre einerseits und der E. Merck KG andererseits entsprechen. Für die Ausschüttung an die E. Merck KG steht also nur der Betrag zur freien Verfügung, der sich nach Saldierung der Ergebnisabführung der Merck KGaA mit der von der E. Merck KG zu erbringenden Einstellung beziehungsweise Entnahme aus den Rücklagen /dem Gewinnvortrag ergibt. Dieser Betrag entspricht beteiligungsäquivalent dem Betrag, der als Dividende an die Kommanditaktionäre ausgeschüttet wird.

24.5 KB EXCEL

2017 2016
in Mio. € E. Merck KG Merck KGaA E. Merck KG Merck KGaA
Jahresüberschuss 537 171 394 156
 
Gewinnvortrag Vorjahr 39 16 37 15
Entnahme aus den Gewinnrücklagen
Einstellung in die Gewinnrücklagen
Bilanzgewinn Merck KGaA 187 171
 
Entnahme E. Merck KG – 515 – 392
Dividendenvorschlag – 162 – 155
Gewinnvortrag 60 25 39 16

Für das Geschäftsjahr 2016 wurde je Aktie eine Dividende in Höhe von 1,20 € ausgeschüttet. Der Gewinnverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2017 sieht eine Ausschüttung von 1,25 € je Aktie vor. Der vorgeschlagene Ausschüttungsbetrag an die Kommanditaktionäre beläuft sich auf 162 Mio. € (Vorjahr: 155 Mio. €). Die Entnahme durch die E. Merck KG würde sich auf 515 Mio. € belaufen (Vorjahr: 392 Mio. €). Die im Verhältnis zur vorgeschlagenen Ausschüttung an die Kommanditaktionäre hohe geplante Entnahme des Komplementärs liegt im relativ starken Anstieg der Körperschaftsteuer im Berichtsjahr begründet.

Ergebnisabführung einschließlich Rücklagenveränderung

24 KB EXCEL

2017 2016
in Mio. € Merck & Cie Merck KGaA Summe Merck & Cie Merck KGaA Summe
Ergebnisabführung an die E. Merck KG – 63 – 548 – 611 – 68 – 398 – 466
Ergebnisabführung von der E. Merck KG – 5 – 5 – 2 – 2
Einstellung in die Gewinnrücklagen 22 22 2 2
Ergebnisabführung an E. Merck KG einschließlich Rücklagenveränderung – 63 – 531 – 593 – 68 – 398 – 466
Verrechnung mit dem Ergebnis der E. Merck KG vor wechselseitiger Ergebnisabführung, bereinigt um die Gewerbeertragsteuer – 16 – 6
Ergebnisabführung an E. Merck KG /Entnahme E. Merck KG – 63 – 515 – 68 – 392

Auf Basis der angenommenen Ergebnisverteilung ergab sich für das Jahr 2017 eine Ergebnisabführung an die E. Merck KG einschließlich Rücklagenveränderung in Höhe von – 593 Mio. €. Diese setzte sich zusammen aus der Gewinnübernahme durch die E. Merck KG (– 548 Mio. €), der Ergebnisabführung der E. Merck KG an die Merck KGaA (– 5 Mio. €), der Veränderung des Gewinnvortrags der E. Merck KG (22 Mio. €) sowie der Gewinnabführung der Merck & Cie an die E. Merck KG (– 63 Mio. €). Im Vorjahr betrug die Ergebnisabführung an die E. Merck KG einschließlich Rücklagenveränderung – 466 Mio. €. Diese setzte sich zusammen aus der Gewinnübernahme durch die E. Merck KG ( – 398 Mio. €), der Ergebnisabführung der E. Merck KG an die Merck KGaA (– 2 Mio. €), der Veränderung des Gewinnvortrags der E. Merck KG (2 Mio. €) sowie der Gewinnabführung der Merck & Cie an die E. Merck KG (– 68 Mio. €).

Bei der Merck & Cie handelt es sich um eine Personengesellschaft Schweizer Rechts, die von der Merck KGaA beherrscht wird, jedoch das Ergebnis aus ihrem operativen Geschäft unmittelbar an die E. Merck KG ausschüttet. Bei dieser Ausschüttung handelt es sich um eine Zahlung an einen Anteilseigner, sodass sie ebenfalls als Eigenkapitalveränderung dargestellt wird.

Die geplante Entnahme der E. Merck KG in Höhe von 515 Mio. € (Vorjahr: 392 Mio. €) ergibt sich aus der Summe der Ergebnisabführung an die E. Merck KG einschließlich Rücklagenveränderung und dem Ergebnis der E. Merck KG vor wechselseitiger Ergebnisabführung.

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Grundlage für die Berechnung der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter war das bilanzierte Eigenkapital der betreffenden Tochtergesellschaften, gegebenenfalls nach Anpassung an die Bilanzierungsmethoden des Merck-Konzerns sowie nach anteiligen Konsolidierungsbuchungen.

Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital und am Ergebnis beinhalteten im Wesentlichen die Fremdanteile an den börsennotierten Gesellschaften Merck Ltd., Indien, und P.T. Merck Tbk., Indonesien, sowie an der Gesellschaft Merck Ltd., Thailand.

Sonstige Veränderungen im Eigenkapital

Anlässlich des 350-jährigen Firmenjubiläums im Jahr 2018 wurde den in Deutschland beschäftigten Mitarbeitern des Merck-Konzerns eine Zuwendung in Form von Merck-Aktien im Wert von 350 € pro Person zugesagt. Für die Ausgabe der Merck-Aktien im Jahr 2018 werden die erforderlichen Aktien im Auftrag von Merck durch Dritte am Markt erworben und anschließend an die berechtigten Mitarbeiter übertragen. Eine Begebung neuer Aktien ist somit nicht vorgesehen. Im Geschäftsjahr 2017 führte die Zusage gemäß IFRS 2 zu einem Personalaufwand in Höhe von 1 Mio. € sowie zu einer analogen Erhöhung der Gewinnrücklagen im Eigenkapital, die unter Sonstigem ausgewiesen wurde.

(26) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Für die Mitarbeiter bestehen je nach rechtlichen, wirtschaftlichen und steuerlichen Gegebenheiten des jeweiligen Lands unterschiedliche Systeme der Altersversorgung, die in der Regel auf der Dauer der Betriebszugehörigkeit und dem Entgelt der Mitarbeiter basieren. Die Pensionsverpflichtungen umfassen sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte Versorgungssysteme und enthalten sowohl Verpflichtungen aus laufenden Pensionen als auch Anwartschaften auf zukünftig zu zahlende Pensionen. Leistungsorientierte Altersversorgungssysteme sind sowohl rückstellungs- als auch fondsfinanziert.

Um die Risiken veränderter Kapitalmarktbedingungen und anderer Entwicklungen zu begrenzen, werden neu eintretenden Mitarbeitern seit einigen Jahren ausschließlich Pläne angeboten, die nicht auf dem Endgehalt basieren.

Der in der Konzernbilanz erfasste Wert für Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen leitete sich wie folgt her.

23 KB EXCEL

in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Barwert aller definierten Leistungsverpflichtungen 4.707 4.698
 
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens – 2.452 – 2.386
Finanzierungsstatus 2.255 2.312
 
Auswirkungen der Vermögensobergrenzen 1 1
Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 2.256 2.313
 
Vermögenswerte aus leistungsorientierten Versorgungsplänen 1
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.257 2.313

Die Berechnung der definierten Leistungsverpflichtungen beruhte auf folgenden versicherungsmathematischen Annahmen.

24 KB EXCEL

Deutschland Schweiz Großbritannien Andere Länder
2017 2016 2017 2016 2017 2016 2017 2016
Abzinsungssatz 1,90 % 1,90 % 0,70 % 0,60 % 2,56 % 2,69 % 2,99 % 3,08 %
Künftige Gehaltssteigerung 2,51 % 2,51 % 1,80 % 1,80 % 2,00 % 2,53 % 3,66 % 3,59 %
Künftige Rentensteigerung 1,75 % 1,75 % 3,04 % 3,10 % 1,94 % 1,68 %

Es handelte sich dabei um Durchschnittswerte, die mit dem Barwert der jeweiligen definierten Leistungsverpflichtung gewichtet wurden.

Den definierten Leistungsverpflichtungen lagen folgende Arten der durch den jeweiligen Plan bereitgestellten Leistungen zugrunde.

24 KB EXCEL

Deutschland Schweiz Großbritannien Andere Länder Gesamt
in Mio. € 31.12.2017 31.12.2017 31.12.2017 31.12.2017 31.12.2017
Auf dem Endgehalt basierende Leistungsverpflichtung
Annuität 2.710 1 497 92 3.300
Einmalzahlung 105 105
Ratenzahlungen 2 2
Nicht auf dem Endgehalt basierende Leistungsverpflichtung
Annuität 378 760 73 1.211
Einmalzahlung _ 7 37 44
Ratenzahlungen 7 7
Sonstige 9 9
Plan zur medizinischen Versorgung 29 29
Barwert der definierten Leistungsverpflichtungen 3.097 761 504 345 4.707

Die wesentlichen Versorgungsregelungen sind im Folgenden beschrieben:

Auf Gesellschaften in Deutschland entfielen 3.097 Mio. € der definierten Leistungsverpflichtungen (31. Dezember 2016: 2.990 Mio. €) und 1.178 Mio. € des Planvermögens (31. Dezember 2016: 1.116 Mio. €). Davon entfiel jeweils der überwiegende Teil auf Versorgungspläne, die Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen umfassen. Diese Verpflichtungen basierten einerseits auf Versorgungsregelungen mit dienstzeitabhängigen, endgehaltsbezogenen Leistungszusagen, die für Neueintritte geschlossen wurden. Andererseits besteht für Eintritte seit dem 1. Januar 2005 eine Versorgungsregelung in Form einer Direktzusage, die nicht auf dem Endgehalt basiert. Der Leistungsanspruch ergibt sich dabei aus der Kumulation von jährlich ermittelten Rentenbausteinen, die auf Basis eines definierten Versorgungsaufwands und einer altersabhängigen Verrentungstabelle berechnet werden. Gesetzliche Mindestfinanzierungsverpflichtungen bestehen nicht.

Auf Versorgungspläne in der Schweiz entfielen 761 Mio. € der definierten Leistungsverpflichtungen (31. Dezember 2016: 808 Mio. €) und 648 Mio. € des Planvermögens (31. Dezember 2016: 648 Mio. €). Diese Verpflichtungen beruhten überwiegend auf der Gewährung von Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen, welche die gesetzlich vorgegebenen Leistungen umfassen. Es werden sowohl Arbeitgeber- als auch Arbeitnehmerbeiträge an die Pensionskassen entrichtet. Es bestehen gesetzliche Mindestfinanzierungsverpflichtungen.

Auf Versorgungspläne in Großbritannien entfielen 504 Mio. € der definierten Leistungsverpflichtungen (31. Dezember 2016: 549 Mio. €) und 469 Mio. € des Planvermögens (31. Dezember 2016: 460 Mio. €). Diese Verpflichtungen ergaben sich überwiegend durch dienstzeitabhängige, endgehaltsbezogene Leistungspläne, die im Jahr 2006 für Neueintritte geschlossen wurden. Die zugesagten Leistungen umfassen Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenleistungen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer entrichten Beiträge in die Pläne. Es bestehen gesetzliche Mindestfinanzierungsverpflichtungen.

In der Berichtsperiode wurden insgesamt folgende Posten ergebniswirksam erfasst.

22.5 KB EXCEL

in Mio. € 2017 2016
Laufender Dienstzeitaufwand – 160 – 140
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand – 8 18
Gewinne (+) oder Verluste (–) aus Abgeltung 11
Sonstige ergebniswirksam erfasste Einflüsse – 3
Zinsaufwendungen – 86 – 92
Zinserträge 43 51
Summe der erfolgswirksam erfassten Beträge, Aufwendungen (–) / Erträge (+) – 211 – 155

Bis auf den Saldo aus den Zinsaufwendungen auf die definierten Leistungsverpflichtungen und den Zinserträgen aus dem Planvermögen, der im Finanzergebnis ausgewiesen wird, wurden die Aufwendungen für leistungsorientierte Versorgungssysteme auf die einzelnen Funktionsbereiche verteilt.

Während der Berichtsperiode veränderte sich der Barwert der definierten Leistungsverpflichtungen wie folgt.

26.5 KB EXCEL

in Mio. € Fondsfinanzierte Versorgungszusagen Rückstellungsfinanzierte Versorgungszusagen 2017 Fondsfinanzierte Versorgungszusagen Rückstellungsfinanzierte Versorgungszusagen 2016
Barwert aller definierten Leistungsverpflichtungen, Stand 1.1. 4.311 387 4.698 3.810 343 4.153
Im Eigenkapital erfasste Währungsumrechnungsdifferenzen – 61 – 6 – 67 – 66 2 – 64
Ergebniswirksam erfasste Währungsumrechnungsdifferenzen – 40 – 40 4 4
Laufender Dienstzeitaufwand 140 20 160 124 16 140
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 7 1 8 – 18 – 18
Gewinne (–) oder Verluste (+) aus Abgeltung – 11 – 11
Zinsaufwendungen 78 8 86 84 8 92
Versicherungsmathematische Gewinne (–) / Verluste (+) – 19 – 1 – 20 457 35 492
Beiträge zum Versorgungsplan – Arbeitnehmer 13 13 10 10
Geleistete Zahlungen – 112 – 15 – 127 – 101 – 8 – 109
Veränderungen im Konsolidierungskreis – 2 – 2
Sonstige ergebniswirksam erfasste Einflüsse 3 3
Umgliederung in die Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten – 20 – 20
Sonstige Veränderungen 6 7 13 18 – 7 11
Barwert aller definierten Leistungsverpflichtungen, Stand 31.12. 4.306 401 4.707 4.311 387 4.698

Eine Sensitivitätsanalyse der wesentlichen Parameter wird in Anmerkung (6) „Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten‟ offengelegt.

Der Zeitwert des Planvermögens veränderte sich im Laufe der Berichtsperiode wie folgt.

23.5 KB EXCEL

in Mio. € 2017 2016
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens, Stand 1.1. 2.386 2.323
Im Eigenkapital erfasste Währungsumrechnungsdifferenzen – 46 – 62
Ergebniswirksam erfasste Währungsumrechnungsdifferenzen – 33 3
Zinserträge aus Planvermögen 43 51
Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–) aufgrund von erfahrungsbedingten Berichtigungen 121 69
Eingezahlte Beträge – Arbeitgeber 36 35
Eingezahlte Beträge – Arbeitnehmer 13 10
Aus dem Planvermögen geleistete Zahlungen – 51 – 38
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Ergebniswirksam erfasste, aus dem Planvermögen geleistete Planverwaltungskosten – 2 – 2
Sonstige ergebniswirksam erfasste Einflüsse – 2
Umgliederung in die Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten – 14
Sonstige Veränderungen 1 – 3
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens, Stand 31.12. 2.452 2.386

Der tatsächliche Ertrag aus dem Planvermögen betrug im Berichtsjahr 164 Mio. € (Vorjahr: 120 Mio. €).

Die Auswirkungen der Vermögensobergrenzen gemäß IAS 19.64 veränderten sich in der Berichtsperiode wie folgt.

22.5 KB EXCEL

in Mio. € 2017 2016
Auswirkungen der Vermögensobergrenzen, Stand 1.1. 1
Im Eigenkapital erfasste Währungsumrechnungsdifferenzen
Zinsaufwendungen
Versicherungsmathematische Gewinne (–) / Verluste (+) aufgrund von Veränderungen der Auswirkungen der Vhrmögensobergrenzen 1
Auswirkungen der Vermögensobergrenzen, Stand 31.12. 1 1

Die Entwicklung der kumulierten versicherungsmathematischen Gewinne (+) und Verluste (–) stellte sich folgendermaßen dar.

24 KB EXCEL

in Mio. € 2017 2016
Kumulierte versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–), Stand 1.1. – 1.820 – 1.420
Währungsumrechnungsdifferenzen 11 21
Neubewertungen von definierten Leistungsverpflichtungen
Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–) aus Veränderungen bei den demografischen Annahmen 5 4
Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–) aus Veränderungen bei den finanziellen Annahmen 8 – 484
Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–) aufgrund von erfahrungsbedingten Berichtigungen 7 – 12
Neubewertung des Planvermögens
Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–) aufgrund von erfahrungsbedingten Berichtigungen 121 69
Veränderungen der Auswirkungen der Vermögensobergrenzen
Versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–) – 1
Umgliederung innerhalb der Gewinnrücklagen 3
Kumulierte versicherungsmathematische Gewinne (+) / Verluste (–), Stand 31.12. – 1.668 – 1.820

Das Planvermögen für fondsfinanzierte definierte Leistungsverpflichtungen setzte sich im Wesentlichen aus festverzinslichen Wertpapieren, Aktien und Wertpapierfonds zusammen. Darin waren weder Finanzinstrumente, die von Gesellschaften des Merck-Konzerns emittiert wurden, noch von Konzerngesellschaften genutzte Immobilien direkt enthalten.

Das Planvermögen dient ausschließlich der Erfüllung der definierten Leistungsverpflichtungen. Die Unterlegung der Leistungsverpflichtungen mit Finanzmitteln stellt eine Vorsorge für künftige Mittelabflüsse dar, die in einigen Ländern (zum Beispiel Schweiz und Großbritannien) aufgrund bestehender gesetzlicher Vorgaben, in anderen Ländern (zum Beispiel Deutschland) auf freiwilliger Basis erfolgt.

Das Verhältnis zwischen dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens und dem Barwert der definierten Leistungsverpflichtungen wird als Finanzierungsgrad des jeweiligen Pensionsplans bezeichnet. Übersteigen die Leistungsverpflichtungen das Planvermögen, stellt dies eine Planunterdeckung dar.

Zu beachten ist allerdings, dass sowohl die Leistungsverpflichtungen als auch das Planvermögen im Zeitablauf schwanken. Dies kann dazu führen, dass die Unterdeckung ansteigt. Je nach den anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften könnte es in einzelnen Ländern notwendig werden, durch Zuführung liquider Mittel die Unterdeckung zu reduzieren. Gründe für solche Schwankungen können zum Beispiel Veränderungen des Marktzinses und damit des Abzinsungssatzes oder auch Anpassungen anderer versicherungsmathematischer Annahmen (zum Beispiel Lebenserwartung, Inflationsraten) sein.

Um solche Schwankungen möglichst gering ausfallen zu lassen, beachtet Merck bei der Vermögensverwaltung des Planvermögens auch die möglichen Schwankungen der Passivseite. Im Idealfall verhalten sich das Vermögen und die Verbindlichkeiten bei exogenen Einflussfaktoren gegenläufig, sodass insoweit ein natürlicher Schutz gegen diese Einflussfaktoren besteht.

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens verteilte sich auf folgende Anlageklassen.

23 KB EXCEL

31.12.2017 31.12.2016
in Mio. € Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt Keine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt Gesamt Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt Keine Marktpreisnotierung in einem aktiven Markt Gesamt
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 77 77 72 72
Eigenkapitalinstrumente 814 814 729 729
Schuldinstrumente 957 957 968 968
Direkte Investitionen in Immobilien 94 94 102 102
Wertpapierfonds 420 1 421 379 379
Versicherungsverträge 81 81 82 82
Sonstige 8 8 54 54
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 2.276 176 2.452 2.202 184 2.386

Die Einzahlungen des Arbeitgebers in das Planvermögen und die direkten Zahlungen an Planteilnehmer werden im folgenden Jahr voraussichtlich 32 Mio. € beziehungsweise 75 Mio. € betragen. Die gewichtete Duration betrug 21 Jahre.

Für beitragsorientierte Altersversorgungssysteme, die ausschließlich über externe Fonds finanziert werden und bei denen außer der Zahlung von Beiträgen keine weiteren Verpflichtungen für Merck bestehen, betrug der auf die einzelnen Funktionsbereiche verteilte Aufwand aus den laufenden Beitragszahlungen 86 Mio. € (Vorjahr: 54 Mio. €). Ferner wurden an die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland Arbeitgeberbeiträge in Höhe von 76 Mio. € (Vorjahr: 67 Mio. €) und an gesetzliche Rentenversicherungen im Ausland Arbeitgeberbeiträge in Höhe von 46 Mio. € (Vorjahr: 42 Mio. €) abgeführt.

(27) Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt.

24 KB EXCEL

in Mio. € Rechts-streitigkeiten Restrukturierung Leistungen an Arbeitnehmer Umweltschutz-maßnahmen Abnahmeverpflichtungen und Nachlaufkosten Übrige Gesamt
Stand 1.1.2017 483 73 336 142 45 167 1.246
Zugang 92 53 128 31 9 79 392
Inanspruchnahme – 15 – 27 – 115 – 11 – 7 – 38 – 214
Auflösung – 42 – 5 – 69 – 23 – 20 – 33 – 193
Zinseffekt 10 1 – 1 9
Währungsumrechnungsdifferenz – 2 – 1 – 17 – 1 – 2 – 9 – 31
Veränderungen im Konsolidierungskreis / Sonstiges – 10 1 – 8
Stand 31.12. 2017 526 92 254 137 26 166 1.202
Davon: Kurzfristig 104 26 87 27 26 145 414
Davon: Langfristig 421 66 168 111 22 788

Rechtsstreitigkeiten

Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten beliefen sich zum 31. Dezember 2017 auf 526 Mio. € (31. Dezember 2016: 483 Mio. €). Die im Folgenden beschriebenen Rechtsfälle stellten die bedeutendsten Rechtsrisiken dar.

Produktbezogene und patentrechtliche Auseinandersetzungen

Rebif®: Merck ist in einen Patentrechtsstreit mit Biogen Inc., USA, (Biogen) in den USA involviert. Biogen behauptet, der Verkauf von Rebif® in den USA verletze ein Patent von Biogen. Das streitgegenständliche Patent wurde Biogen im Jahr 2009 in den USA erteilt. In der Folge verklagte Biogen Merck sowie weitere Pharmaunternehmen wegen Verletzung dieses Patents. Merck verteidigte sich gegen sämtliche Vorwürfe und erhob Widerklage mit dem Antrag festzustellen, dass das Patent ungültig sei und durch das Verhalten von Merck nicht verletzt werde. Ein „Markman Hearing‟ fand im Januar 2012 statt, aus dem eine Entscheidung im 1. Quartal des Jahres 2016 erging. Ein Urteil in der ersten Instanz wird derzeit im Jahr 2018 erwartet. Ein vom Gericht angeordnetes Mediationsverfahren hat nicht zu einer Einigung geführt. Merck hat bilanzielle Vorsorgemaßnahmen getroffen. Ein Mittelabfluss wird nicht innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet.

PS-VA-Flüssigkristallmischungen: Im Unternehmensbereich Performance Materials ist Merck in einen Rechtsstreit mit der JNC Corporation, Japan, (JNC) involviert. JNC behauptet, dass Merck mit der Produktion und dem Verkauf von bestimmten Flüssigkristallmischungen Patente von JNC verletze. Den von JNC behaupteten Patentverletzungen hält Merck die Invalidität der genannten Patente aufgrund des einschlägigen Stands der Technik entgegen und hat entsprechende Patentnichtigkeitsklagen eingereicht, die in der ersten Instanz in drei Fällen erfolgreich waren. JNC hat jeweils Beschwerden eingelegt. In einem nebengeordneten Verfahren („Correction Trial‟) ist in zweiter Instanz eine Entscheidung zugunsten von JNC ergangen. Hiergegen haben Merck sowie das koreanische Patentamt Beschwerde beim koreanischen Supreme Court erhoben. Parallel erhob JNC zwei Patentverletzungsklagen. Im Jahr 2017 erging in einem Fall eine erstinstanzliche Entscheidung zugunsten von Merck, gegen die JNC wiederum Beschwerde eingelegt hat. Merck hat entsprechende bilanzielle Vorsorgemaßnahmen getroffen. Ein Ressourcenabfluss wird nach derzeitiger Einschätzung wahrscheinlich nicht innerhalb der nächsten zwölf Monate stattfinden.

Kartellrechtliche und sonstige Verfahren

Wettbewerbsrechtliches Prüfungsverfahren der Übernahme von Sigma-Aldrich: Merck erhielt am 6. Juli 2017 eine Mitteilung der Europäischen Kommission (EU-Kommission), in der die EU-Kommission Merck über ihre vorläufige Schlussfolgerung informiert, dass Merck und Sigma-Aldrich im Rahmen der Übernahme von Sigma-Aldrich unrichtige beziehungsweise irreführende Informationen übermittelt haben sollen. Die EU-Kommission hatte die Anmeldung des Zusammenschlusses am 21. April 2015 erhalten und am 15. Juni 2015 unter der Bedingung genehmigt, dass Merck und Sigma-Aldrich Teile des europäischen Geschäfts für Lösungsmittel und anorganische Stoffe von Sigma-Aldrich veräußern, um wettbewerbsrechtliche Bedenken auszuräumen.

Entsprechend der mit Schreiben vom 6. Juli 2017 mitgeteilten vorläufigen Ansicht der EU-Kommission seien in diesem Zusammenhang durch Merck und Sigma-Aldrich wichtige Informationen über ein Innovationsprojekt vorenthalten worden, das in die beschlossenen Abhilfemaßnahmen hätte einbezogen werden müssen. Am 5. Februar 2018 fand ein Gespräch zwischen der EU-Kommission und Merck im sogenannten Kooperationsverfahren statt (siehe Anmerkung (50) „Ereignisse nach dem Bilanzstichtag‟). Die laufenden Untersuchungen sind auf die Prüfung von Verstößen gegen die Verfahrensvorschriften im Bereich der EU-Fusionskontrolle beschränkt und berühren nicht die Gültigkeit des von der EU-Kommission zur Genehmigung des Zusammenschlusses erlassenen Beschlusses. Auf Basis der Einschätzung der Geschäftsleitung wurde eine Rückstellung gebildet. Ein Ressourcenabfluss wird für das Jahr 2018 erwartet.

Raptiva®: Im Dezember 2011 verklagte der Bundesstaat São Paulo, Brasilien, Merck auf Schadenersatz wegen angeblicher Absprachen zwischen verschiedenen Pharmaunternehmen und einer Vereinigung von an Psoriasis und Vitiligo erkrankten Patienten. Die Absprachen hätten auf eine Steigerung des Umsatzes von Arzneimitteln der involvierten Unternehmen zum Nachteil von Patienten und der Staatskasse abgezielt. Im Zusammenhang mit dem Produkt Raptiva® bestehen überdies auch Klagen von Patienten auf Schadenersatzleistungen. Merck hat bilanzielle Vorsorgemaßnahmen für diese Sachverhalte getroffen. Es handelt sich hier um verschiedene Rechtsfälle. Ein Mittelabfluss wird nicht innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet.

Paroxetine: Im Zusammenhang mit dem veräußerten Generika-Geschäft ist Merck in Großbritannien wettbewerbsrechtlichen Ermittlungen durch die britische Competition and Market Authority (CMA) ausgesetzt. Die Behörde informierte Merck im März 2013 über die Annahme, dass eine im Jahr 2002 zwischen Generics (UK) Ltd. und mehreren Tochtergesellschaften von GlaxoSmithKline plc., Großbritannien, im Zusammenhang mit dem antidepressiv wirkenden Arzneimittel Paroxetine geschlossene Vergleichsvereinbarung britisches und europäisches Wettbewerbsrecht verletze. Merck als damaliger Eigentümer von Generics (UK) Ltd. sei in die Verhandlungen der Vergleichsvereinbarung involviert gewesen und deshalb haftbar. Die Ermittlungen gegen Generics (UK) Ltd. liefen bereits seit dem Jahr 2011, ohne dass Merck Kenntnis hiervon hatte. Am 11. Februar 2016 wurde hierzu von der CMA ein Bußgeld erlassen, wogegen Merck Rechtsmittel eingelegt hat. Merck hat bilanzielle Vorsorgemaßnahmen getroffen. Eine Entscheidung und ein Ressourcenabfluss werden nach derzeitiger Einschätzung für das Jahr 2018 als wahrscheinlich angesehen.

Markenrechte / Vertragsverletzung: Merck befindet sich in verschiedenen Rechtsstreitigkeiten mit dem US-amerikanischen Unternehmen Merck & Co., Inc. (außerhalb der USA und Kanada: Merck Sharp & Dohme Corp. (MSD)), unter anderem wegen Verletzung der zwischen den Unternehmen bestehenden Koexistenzvereinbarung und /oder Kennzeichenrechtsverletzung bezüglich der Verwendung des Kennzeichens „Merck‟. Merck hat in diesem Zusammenhang in diversen Ländern Klage gegen MSD erhoben und wurde von MSD seinerseits in den USA verklagt. Eine Inanspruchnahme sowie ein damit einhergehender Ressourcenabfluss wurden durch Merck zum Bilanzstichtag ebenso wie im Vorjahr als nicht wahrscheinlich eingeschätzt (siehe Anmerkung (40) „Eventualverbindlichkeiten‟). Merck hat daher bilanzielle Vorsorge allein für etwaige Kosten der Rechtsverteidigung getroffen. Ein Ressourcenabfluss für Rechtsberatungskosten wird für das Jahr 2018 erwartet.

Neben Rückstellungen für die genannten Rechtsfälle bestanden zum Bilanzstichtag Rückstellungen für verschiedene anhängige Rechtsstreitigkeiten.

Restrukturierung

Rückstellungen für Restrukturierung beinhalteten im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern im Zusammenhang mit Restrukturierungsprojekten und Rückstellungen für belastende Verträge. Der Ansatz erfolgte, nachdem detaillierte Restrukturierungspläne aufgestellt und bekannt gegeben worden waren.

Die Zuführung zu den Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 53 Mio. € war im Wesentlichen auf folgende Maßnahmen zurückzuführen. Der Unternehmensbereich Life Science wird im Laufe der Jahre 2019 bis 2022 Standortverlagerungen und schrittweise Betriebseinstellungen an verschiedenen deutschen Standorten vornehmen. Ferner werden Shared-Service-Funktionen im Finanzbereich von Darmstadt nach Breslau, Polen, und Manila, Philippinen, verlagert. Ressourcenabflüsse werden innerhalb der nächsten drei Jahre erwartet.

Die Inanspruchnahme der Restrukturierungsrückstellungen in Höhe von 27 Mio. € war im Wesentlichen auf das im Jahr 2012 initiierte Transformations- und Wachstumsprogramm „Fit für 2018‟ zurückzuführen. Ziel dieses Programms war es, die Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstum des Merck-Konzerns langfristig zu sichern. Die in diesem Zusammenhang bestehenden Rückstellungen beinhalteten im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aus Altersteilzeit- und Vorruhestandsregelungen. Die weiteren Zahlungsmittelabflüsse im Rahmen des Programms werden überwiegend bis zum Jahr 2019 erwartet.

Leistungen an Arbeitnehmer /Anteilsbasierte Vergütung

In den Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer waren Verpflichtungen aus langfristigen variablen Vergütungsprogrammen enthalten. Bezüglich weiterer Informationen zu diesen Vergütungsprogrammen wird auf Anmerkung (69) „Anteilsbasierte Vergütungsprogramme‟ verwiesen. In der nachfolgenden Tabelle werden die wesentlichen Parameter sowie die Entwicklung der Anzahl der in Aussicht gestellten Merck Share Units („MSUs‟) für die einzelnen Tranchen dargestellt.

26 KB EXCEL

2015er-Tranche 2016er-Tranche 2017er-Tranche
Performance-Zeitraum 1.1.2015 – 31.12.2017 1.1.2016 – 31.12.2018 1.1.2017 – 31.12.2019
Laufzeit 3 Jahre 3 Jahre 3 Jahre
Basiskurs der Merck-Aktie in € (60-Tages-Durchschnitt der Merck-Aktie vor dem Beginn des Performance-Zeitraums) 74,53 87,92 95,63
Basiskurs des DAX®(60-Tages-Durchschnitt des DAX® vor dem Beginn des Performance-Zeitraums) 9.403,99 10.669,76 10.822,06
 
Anzahl in Aussicht gestellter MSUs
Erstmals in Aussicht gestellt im Jahr 2015 609.799
Verfallen 21.447
Stand 31.12. 2015 588.352
Erstmals in Aussicht gestellt im Jahr 2016 763.463
Verfallen 35.691 24.392
Stand 31.12. 2016 552.661 739.071
Erstmals in Aussicht gestellt im Jahr 2017 853.624
Verfallen 17.227 31.105 24.897
Stand 31.12. 2017 535.434 707.966 828.727

Der Wert der Rückstellung betrug zum 31. Dezember 2017 45 Mio. € (31. Dezember 2016: 133 Mio. €). Für das Geschäftsjahr 2017 ergab sich ein Nettoertrag von 13 Mio. € (Vorjahr: Nettoaufwand 76 Mio. €). Die im Geschäftsjahr 2014 ausgegebene dreijährige Tranche endete mit Ablauf des Jahres 2016 und wurde im Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 75 Mio. € ausgezahlt.

Innerhalb der Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer wurde im Jahr 2017 ein Betrag in Höhe von 51 Mio. € für die Zusage einer Einmalvergütung an die Mitarbeiter anlässlich des 350-jährigen Firmenjubiläums im Jahr 2018 erfasst.

Darüber hinaus wurden Altersteilzeitverpflichtungen und sonstige Abfindungen, die nicht im Zusammenhang mit Restrukturierungsprogrammen gebildet wurden, sowie Verpflichtungen aus Langzeitkonten und Jubiläumsgeldern in den Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer berücksichtigt.

Bezüglich der Rückstellungen für leistungsorientierte Pläne nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird auf Anmerkung (26) „Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen‟ verwiesen.

Umweltschutzmaßnahmen

Die Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen, insbesondere für Verpflichtungen aus Bodensanierungen und Grundwasserschutz, bestanden im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem im Jahr 1987 aufgegebenen Pflanzenschutzgeschäft in Deutschland und Lateinamerika.

Abnahmeverpflichtungen und Nachlaufkosten

Die Rückstellungen für Abnahmeverpflichtungen und Nachlaufkosten berücksichtigten im Wesentlichen Kosten für aufgegebene Forschungsprojekte sowie weitere Verpflichtungsüberschüsse aus sonstigen belastenden Verträgen. Die Inanspruchnahmen und Auflösungen waren im Wesentlichen auf die Abwicklung von in Vorjahren eingestellten Forschungsprojekten zurückzuführen.

Übrige sonstige Rückstellungen

Die übrigen sonstigen Rückstellungen beinhalteten im Wesentlichen Rückstellungen für sonstige Gewährleistungen, für ungewisse Verpflichtungen aus Beiträgen, Abgaben und Gebühren sowie für Zinsen und Strafzahlungen aus Betriebsprüfungen.

(28) Finanzschulden /Kapitalmanagement

Die Zusammensetzung der Finanzschulden sowie eine Überleitung zu den Nettofinanzverbindlichkeiten sind der folgenden Tabelle zu entnehmen.

45 KB EXCEL

  Buchwert 31.12.2017 in Mio. € Buchwert 31.12.2016 in Mio. € Laufzeit bis Zinssatz in % Nominalvolumen in Mio. Währung
US-Dollar-Anleihe 2015 / 2017 238 März 2017 variabel1 250 USD
Euro-Anleihe 2015 / 2017 699 Sept. 2017 variabel2 700
US-Dollar-Anleihe 2015 / 2018 335 März 2018 1,700 % 400 USD
Anleihen (kurzfristig) 335 937
Commercial Paper 838 918
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 803 1.128
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 767 758
Darlehen von Dritten und sonstige Finanzschulden 19 20
Verbindlichkeiten aus Derivaten (Finanztransaktionen) 27 25
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 1 1
Kurzfristige Finanzschulden 2.790 3.788
 
US-Dollar-Anleihe 2015 / 2018 380 März 2018 1,700 % 400 USD
Euro-Anleihe 2015 / 2019 799 798 Sept. 2019 0,750 % 800
Euro-Anleihe 2009 / 2019 70 69 Dez. 2019 4,250 % 70
US-Dollar-Anleihe 2015 / 2020 626 712 März 2020 2,400 % 750 USD
Euro-Anleihe 2010 / 2020 1.347 1.346 März 2020 4,500 % 1.350
US-Dollar-Anleihe 2015 / 2022 833 947 März 2022 2,950 % 1.000 USD
Euro-Anleihe 2015 / 2022 548 547 Sept. 2022 1,375 % 550
US-Dollar-Anleihe 2015 / 2025 1.328 1.508 März 2025 3,250 % 1.600 USD
Hybridanleihe 2014 / 2074 992 990 Dez. 20743 2,625 % 1.000
Hybridanleihe 2014 / 2074 497 497 Dez. 20744 3,375 % 500
Anleihen (langfristig) 7.040 7.794
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 850 850
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen
Darlehen von Dritten und sonstige Finanzschulden 54 59
Verbindlichkeiten aus Derivaten (Finanztransaktionen) 86 103
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 2 2
Langfristige Finanzschulden 8.033 8.809
 
Finanzschulden 10.823 12.597
Abzüglich:
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 589 939
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 90 145
Nettofinanzverbindlichkeiten5 10.144 11.513
1
Verzinsung: 0,35 % über dem dreimonatigen US-Dollar-Liborsatz.
2
Verzinsung: 0,23 % über dem 3-Monats-Euribor.
3
Merck hat das Recht, diese Tranche der im Dezember 2014 begebenen Hybridanleihe erstmals im Juni 2021 vorzeitig zurückzuzahlen.
4
Merck hat das Recht, diese Tranche der im Dezember 2014 begebenen Hybridanleihe erstmals im Dezember 2024 vorzeitig zurückzuzahlen.
5
Nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) nicht definiert.

Merck zahlte im März 2017 eine US-Dollar-Anleihe über 232 Mio. € und im September 2017 eine Euro-Anleihe über 700 Mio. € zurück.

Bei der von der Merck KGaA in zwei Tranchen begebenen Hybridanleihe 2014 / 2074 handelt es sich um eine Anleihe, die von den Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Scope nur zur Hälfte als zusätzliche Verschuldung angerechnet wird („Equity Credit Treatment‟), sodass die Emission für das Rating vorteilhaft gegenüber einer klassischen Anleiheemission war. Bilanziell wird die Anleihe vollumfänglich als Fremdkapital erfasst.

Für die Finanzschulden des Merck-Konzerns waren keine Pfandrechte oder ähnlichen Sicherheiten hinterlegt. In den Kreditverträgen wurden keine Financial Covenants vereinbart. Die durchschnittlichen Fremdkapitalkosten des Merck-Konzerns lagen am Bilanzstichtag bei 2,2 % (31. Dezember 2016: 2,0 %).

Informationen zu den Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen sind der Anmerkung (47) „Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen‟ zu entnehmen.

Kapitalmanagement

Ziel des Kapitalmanagements ist die Sicherstellung der finanziellen Flexibilität zur langfristigen Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs und zur Wahrnehmung strategischer Optionen. Die Beibehaltung eines stabilen Investment-Grade-Ratings, die Sicherung der Liquidität, die Begrenzung der finanzwirtschaftlichen Risiken sowie die Optimierung der Kapitalkosten sind Ziele der Finanzpolitik und setzen wichtige Rahmenbedingungen für das Kapitalmanagement. Die zuständigen Gremien entscheiden über die Kapitalstruktur der Bilanz, die Verwendung des Bilanzgewinns und die Höhe der Dividende. Dabei sind die Nettofinanzverbindlichkeiten eine der wichtigsten Kennzahlen im Rahmen des Kapitalmanagements.

Der Kapitalmarkt stellt für Merck traditionell eine wesentliche Finanzierungsquelle dar, unter anderem über die Ausgabe von Anleihen. Aus einem zuletzt im Jahr 2015 aktualisierten „Debt Issuance Program‟ bestanden zum 31. Dezember 2017 Verbindlichkeiten in Höhe von 2,77 Mrd. € (31. Dezember 2016: 3,47 Mrd. €). Darüber hinaus stand Merck zur Deckung des kurzfristigen Kapitalbedarfs ein „Commercial Paper Program‟ mit einem Volumen von 2 Mrd. € zur Verfügung, welches zum Berichtszeitpunkt mit 838 Mio. € (31. Dezember 2016: 919 Mio. €) in Anspruch genommen wurde.

Eine weitere wesentliche Finanzierungsquelle für Merck repräsentieren Kreditvereinbarungen. Zum Stichtag bestanden folgende Finanzierungszusagen von Kreditinstituten gegenüber dem Merck-Konzern.

25 KB EXCEL

31.12.2017 31.12.2016
in Mio. € Finanzierungs-zusagen von Kreditinstituten Ausnutzung Finanzierungs-zusagen von Kreditinstituten Ausnutzung Verzinsung Laufzeit der Finanzierungszusagen
Syndizierter Kredit 2013 2.000 2.000 variabel 2020
Kreditvereinbarung mit Bankenkonsortium zur Akquisitionsfinanzierung 400 400 variabel 2018
Bilaterale Kreditvereinbarungen mit Kreditinstituten 700 700 700 700 variabel 2019
Bilaterale Kreditvereinbarungen mit Kreditinstituten 400 400 400 400 variabel 2020
Bilaterale Kreditvereinbarungen mit Kreditinstituten 250 250 250 250 variabel 2022
Diverse Banklinien 581 303 336 228 variabel < 1 Jahr
3.931 1.653 4.086 1.978

Es lagen keine Anzeichen dafür vor, dass eingeräumte Kreditrahmen in ihrer Verfügbarkeit eingeschränkt waren.

(29) Übrige Verbindlichkeiten

Die übrigen Verbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen.

25.5 KB EXCEL

in Mio. € Kurzfristig Langfristig 31.12.2017 Kurzfristig1 Langfristig 31.12.20161
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.038 21 1.059 925 14 939
Verbindlichkeiten aus Derivaten (operativ) 25 18 43 71 34 105
Finanzielle Posten 1.063 39 1.102 996 48 1.044
 
Abgrenzungen für Personalaufwendungen 665 665 603 603
Weitere Rechnungsabgrenzungen 278 211 489 237 386 623
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 25 25 12 12
Verbindlichkeiten aus nicht einkommensabhängigen Steuern 144 5 150 103 5 108
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 99 99
Nicht finanzielle Posten 1.112 315 1.427 955 391 1.345
Übrige Verbindlichkeiten 2.175 354 2.529 1.950 439 2.389
1
Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Anmerkung (4) „Akquisitionen und Desinvestitionen‟.

Die übrigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalteten zum 31. Dezember 2017 Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von 584 Mio. € (31. Dezember 2016: 457 Mio. €). Hierbei handelte es sich um Gewinnansprüche der E. Merck KG.

Des Weiteren waren in den übrigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten Zinsabgrenzungen in Höhe von 95 Mio. € (31. Dezember 2016: 98 Mio. €) sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Gehaltsabrechnungen in Höhe von 174 Mio. € (31. Dezember 2016: 169 Mio. €) enthalten. Der restliche in den übrigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesene Betrag von 206 Mio. € (31. Dezember 2016: 215 Mio. €) enthielt unter anderem Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungen sowie Zahlungsverpflichtungen aus vertraglichen Vereinbarungen mit anderen Unternehmen. Die weiteren Rechnungsabgrenzungen resultierten im Wesentlichen aus der Kollaborationsvereinbarung mit Pfizer Inc., USA, im Bereich der Immunonkologie und wurden im Berichtsjahr weiterhin planmäßig anteilig aufgelöst.

Die sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten beinhalteten langfristige Verpflichtungen in Höhe von 99 Mio. € (31. Dezember 2016: 0 Mio. €) aus der Neuregelung zur Besteuerung von Gewinnen ausländischer Tochtergesellschaften im Zuge der US-Steuerreform. Hierbei kommt es zu einer Nachversteuerung vergangener noch nicht besteuerter Gewinne ausländischer Tochtergesellschaften von US-Muttergesellschaften. Merck wird die Steuerzahlung in acht Jahresraten leisten. Die langfristige Steuerverbindlichkeit wurde mit dem Nominalbetrag angesetzt und nicht abgezinst. Der kurzfristige Anteil der Verpflichtung in Höhe von 9 Mio. € wurde mit bestehenden Ertragsteuerforderungen fristenkongruent saldiert. Weitere Erläuterungen zu den Auswirkungen der US-Steuerreform auf den Konzernabschluss finden sich in Anmerkung (14) „Ertragsteuern‟.

(30) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betrugen 2.195 Mio. € (31. Dezember 2016: 2.048 Mio. €).

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen waren auch Abgrenzungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 653 Mio. € (31. Dezember 2016: 544 Mio. €) und Erlösminderungen in Höhe von 435 Mio. € (31. Dezember 2016: 443 Mio. €) enthalten.

(31) Ertragsteuerverbindlichkeiten

Die Steuerschulden sowie die Rückstellungen für Steuerverpflichtungen beliefen sich zum 31. Dezember 2017 in Summe auf Ertragsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 1.059 Mio. € (31. Dezember 2016: 883 Mio. €).