Sonstige Erläuterungen

(37) Derivative Finanzinstrumente

Die Derivateposition des Merck-Konzerns stellte sich wie folgt dar.

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Nominalvolumen Beizulegender Zeitwert
in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
Bilanzielle Absicherung von Zahlungsströmen 3.258 2.741 3 – 91
Zinssicherung
Währungssicherung 3.258 2.741 3 – 91
Bilanzielle Absicherung des beizulegenden Zeitwerts
Zinssicherung
Währungssicherung
Ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang 5.477 8.012 – 45 – 55
Zinssicherung 1.100 1.100 – 73 – 87
Währungssicherung 4.376 6.912 – 18 32
Sicherung von Eigenkapitalinstrumenten 46
8.735 10.753 – 42 – 146

Innerhalb der bilanziellen Absicherung von Zahlungsströmen hatten Geschäfte zur Währungssicherung mit einem Nominalbetrag in Höhe von 1.898 Mio. € (31. Dezember 2016: 1.795 Mio. €) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und Geschäfte mit einem Nominalbetrag in Höhe von 1.360 Mio. € (31. Dezember 2016: 946 Mio. €) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Für die Derivate (Nominalvolumen) bestanden zum Bilanzstichtag folgende Restlaufzeiten.

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in Mio. € Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über 1 Jahr Gesamt 31.12.2017 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit über 1 Jahr Gesamt 31.12.2016
Devisentermingeschäfte 6.035 1.311 7.347 8.555 784 9.339
Devisenoptionen 239 49 288 153 162 314
Zinsswaps 1.100 1.100 1.100 1.100
6.274 2.460 8.735 8.707 2.046 10.753

Währungssicherungen dienten der wirtschaftlichen Absicherung des Währungsrisikos aus den folgenden Transaktionen:

  • geplante Transaktionen in nicht funktionaler Währung, die für die nächsten 36 Monate mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit erwartet werden
  • bilanzunwirksame feste Kaufverpflichtungen der nächsten 36 Monate in nicht funktionaler Währung
  • konzerninterne Finanzierungen in nicht funktionaler Währung
  • Forderungen und Verbindlichkeiten in nicht funktionaler Währung

Im Wesentlichen wurden Währungskursschwankungen der folgenden Währungen gegenüber dem Euro abgesichert:

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Nominalvolumen in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
USD 4.046 5.031
CHF 903 1.211
CNY 701 717
TWD 444 406
JPY 411 800
KRW 266 158
GBP 214 576

Geplante Transaktionen und feste Kaufverpflichtungen in nicht funktionaler Währung werden durch Devisentermingeschäfte und Devisenoptionen gesichert, die innerhalb der nächsten 36 Monate fällig werden. Insgesamt wurden geplante Transaktionen und feste Kaufverpflichtungen in nicht funktionaler Währung in Höhe von 3.258 Mio. € (31. Dezember 2016: 2.741 Mio. €) abgesichert.

Konzerninterne Finanzierungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten in nicht funktionaler Währung wurden ausschließlich mit Devisentermingeschäften gesichert. Insgesamt wurden Bilanzposten in Höhe von 4.376 Mio. € (31. Dezember 2016: 6.912 Mio. €) gesichert. Die Sicherungsgeschäfte waren im Berichtsjahr hierbei ausschließlich rein wirtschaftliche Sicherungen ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang.

Aus den im Jahr 2015 freiwillig dedesignierten Forward-Payer-Zinsswaps mit einem Nominalvolumen von 550 Mio. € wurde entsprechend dem bis zum Jahr 2022 laufenden Grundgeschäft im Berichtsjahr ein Betrag in Höhe von 13 Mio. € (Vorjahr: 13 Mio. €) aus dem sonstigen Ergebnis unter der Bezeichnung „Umgliederung in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung‟ von „Derivativen Finanzinstrumenten‟ in das Finanzergebnis umgegliedert. Sowohl die ursprünglichen Geschäfte als auch die Gegengeschäfte gehören nun der Kategorie „zu Handelszwecken gehalten‟ an. Die Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts zeigen sich spiegelbildlich in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.

(38) Management von Finanzrisiken

Marktschwankungen von Währungskursen und Zinssätzen stellen signifikante Ergebnis- und Cash-Flow-Risiken für Merck dar. Merck aggregiert diese konzernweiten Risiken und steuert sie zentral, unter anderem durch die Nutzung von derivativen Finanzinstrumenten (im Folgenden Derivate). Zur Abschätzung von bestehenden Risiken aus Währungskurs- und Zinssatzschwankungen verwendet Merck Szenarioanalysen. Merck ist keiner wesentlichen Risikokonzentration aus Finanztransaktionen ausgesetzt.

Zur Absicherung von Risiken aus Zins- und Währungspositionen setzt Merck Derivate ein. Als Sicherungsinstrumente nutzt Merck marktgängige Devisentermingeschäfte, -optionen und Zinsswaps. Der Ausweis von Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der Derivate in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in Abhängigkeit von der Art des gesicherten Grundgeschäfts entweder im operativen Ergebnis oder im Finanzergebnis. Die Strategie zur Absicherung von Zins- und Währungsschwankungen aus geplanten zukünftigen und bereits bilanzwirksamen Transaktionen wird von einem hierfür eingesetzten und in regelmäßigen Abständen tagenden Risikokomitee festgelegt. Der Einsatz von Derivaten ist durch umfangreiche Richtlinien geregelt. Es gilt das Verbot der Spekulation. Die Abschlüsse von Derivaten unterliegen einer ständigen Risikokontrolle. Eine strikte Funktionstrennung von Handel, Abwicklung und Kontrolle ist sichergestellt. Derivate werden nur mit Banken guter Bonität abgeschlossen. Es erfolgt eine ständige Überwachung der damit verbundenen Ausfallrisiken.

Weitere Informationen zum Management von Finanzrisiken enthält der Risiko- und Chancenbericht im zusammengefassten Lagebericht.

Fremdwährungsrisiken

Aufgrund der internationalen Geschäftsausrichtung ist Merck sowohl im Rahmen der Geschäftstätigkeit als auch im Rahmen von Finanzierungstätigkeiten währungsbedingten Transaktionsrisiken ausgesetzt. Um diese Risiken zu begrenzen oder zu eliminieren, werden unterschiedliche Strategien angewendet. Währungsrisiken aus bereits bilanzwirksamen Transaktionen werden so weit wie möglich durch den Einsatz von Devisentermingeschäften eliminiert. Währungsrisiken aus geplanten Transaktionen werden regelmäßig analysiert und gegebenenfalls durch Devisentermingeschäfte oder Devisenoptionen unter Anwendung der Vorschriften zur bilanziellen Abbildung von Sicherungsbeziehungen reduziert.

Der Merck-Konzern unterliegt Translationsrisiken, da die Mehrzahl der Tochtergesellschaften außerhalb des Euro-Währungsraums ansässig ist und von der Berichtswährung abweichende funktionale Währungen hat. Die Abschlüsse dieser Gesellschaften werden in Euro umgerechnet. Durch Währungskursschwankungen verursachte Veränderungen aus der Translation der Vermögenswerte und Schulden dieser Gesellschaften werden erfolgsneutral im Konzerneigenkapital abgebildet. In den folgenden Tabellen sind diese Effekte nicht berücksichtigt.

Folgende Tabelle stellt das Netto-Exposure des Merck-Konzerns in Bezug auf Wechselkursschwankungen der wesentlichen Währungen gegenüber dem Euro dar.

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in Mio. € CHF CNY JPY KRW TWD USD
Netto-Exposure am 31.12.2017 – 184 449 75 115 135 1.215
 
Netto-Exposure am 31.12. 2016 – 267 412 154 217 165 1.009

Hierbei setzt sich das Netto-Exposure der oben genannten Währungen jeweils aus den folgenden Komponenten zusammen:

  • geplante Cash Flows der nächsten zwölf Monate in der jeweiligen Währung
  • Derivate zur Absicherung dieser geplanten Cash Flows (in der Regel beträgt die Absicherungsquote 30 – 70 %)

Bilanzpositionen in den oben genannten Währungen waren im Berichtsjahr sowie im Vorjahr durch eingegangene Derivatepositionen vollständig ökonomisch abgesichert, wenn sie nicht der funktionalen Währung der jeweiligen Gesellschaft entsprachen. Demzufolge wirkten sie sich nicht auf das oben dargestellte Netto-Exposure aus.

In der folgenden Tabelle sind die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen der wichtigsten Währungen gegenüber dem Euro in Bezug auf das Konzernergebnis und das Konzerneigenkapital am Bilanzstichtag dargestellt. Hierbei bleiben Effekte aus geplanten Cash Flows der nächsten zwölf Monate unberücksichtigt. Dagegen sind Effekte aus der bilanziellen Absicherung von geplanten Cash Flows im Konzerneigenkapital berücksichtigt und in der folgenden Tabelle enthalten.

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in Mio. € 31.12.2017 CHF CNY JPY KRW TWD USD
Wechselkurs – 10 % (€-Abwertung) Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzerneigenkapital 39 – 44 – 19 – 18 – 38 – 172
Wechselkurs + 10 % (€-Aufwertung) Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzerneigenkapital – 31 36 17 15 31 147
23.5 KB EXCEL

in Mio. € 31.12.2016 CHF CNY JPY KRW TWD USD
Wechselkurs – 10 % (€-Abwertung) Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzerneigenkapital 17 – 31 – 26 – 26 – 148
Wechselkurs + 10 % (€-Aufwertung) Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzerneigenkapital – 20 38 25 32 159

Zinsrisiken

Das Exposure des Merck-Konzerns in Bezug auf Zinssatzänderungen setzt sich wie folgt zusammen.

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in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Kurzfristige oder variabel verzinsliche Geldanlagen 684 1.085
Kurzfristige oder variabel verzinsliche Geldaufnahmen – 3.641 – 4.587
Netto-Zinsexposure – 2.957 – 3.502

Die Effekte auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie das Konzerneigenkapital aus einer parallelen Verschiebung der Zinskurve um + 100 oder – 100 Basispunkte, bezogen auf alle kurzfristigen oder variabel verzinslichen Geldanlagen und Geldaufnahmen, alle als zur Veräußerung verfügbar kategorisierten Fremdkapitalinstrumente mit Ausnahme von bedingten Gegenleistungen sowie alle Derivate sind in der folgenden Tabelle dargestellt.

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in Mio. € 2017 2016
Marktzinsänderung + 100 Basispunkte – 100 Basispunkte + 100 Basispunkte – 100 Basispunkte
Auswirkungen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung – 26 16 – 36 22
Erfolgsneutrale Auswirkungen

Bei den hier durchgeführten Simulationsrechnungen wurde für wesentliche variabel verzinsliche Kreditverträge berücksichtigt, dass die risikofreie Zinskomponente (EURIBOR) bei 0 % nach unten begrenzt ist.

Aktienkursrisiken

Die an börsennotierten Unternehmen zur Veräußerung verfügbar gehaltenen Eigenkapitalinstrumente in Höhe von 16 Mio. € (31. Dezember 2016: 8 Mio. €) unterliegen grundsätzlich einem Wertschwankungsrisiko des beizulegenden Zeitwerts. Eine Veränderung des allgemeinen Kursniveaus dieser Finanzinstrumente um 10 % hätte eine Auswirkung von 2 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €) auf das Konzerneigenkapital zur Folge. Diese Wertveränderungen würden initial erfolgsneutral und zum Zeitpunkt der Veräußerung ergebniswirksam erfasst werden.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko, das heißt das Risiko, dass Merck seinen Zahlungsverpflichtungen aus finanziellen Verbindlichkeiten nicht nachkommen kann, wird sowohl durch die Schaffung der notwendigen finanziellen Flexibilität als auch durch ein effektives Cash-Management begrenzt. Informationen zu den durch den Merck-Konzern begebenen Anleihen sowie weiteren Finanzierungsquellen sind der Anmerkung (28) „Finanzschulden / Kapitalmanagement‟ zu entnehmen.

Liquiditätsrisiken werden regelmäßig überwacht und an das Management berichtet.

In den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich fixierten Zahlungen wie Tilgungen und Zinsen aus finanziellen Verbindlichkeiten und derivativen Finanzinstrumenten mit negativem beizulegenden Zeitwert sowie der Erfüllungsbetrag der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dargestellt.

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Cash Flows < 1 Jahr Cash Flows 1 – 5 Jahre Cash Flows > 5 Jahre
in Mio. € 31.12.2017 Buchwert Zins Tilgung Zins Tilgung Zins Tilgung
Anleihen und Commercial Paper 8.213 210 1.171 590 5.234 143 1.839
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.653 18 803 4 850
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.195 2.195
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 1.352 1.352
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 474 453 21
Darlehen von Dritten und sonstige Finanzschulden 73 1 19 4 54
Verbindlichkeiten aus Derivaten 155 15 52 59 18
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 4 1 2
14.120 243 6.046 657 6.179 143 1.839
25.5 KB EXCEL

Cash Flows < 1 Jahr Cash Flows 1 – 5 Jahre Cash Flows > 5 Jahre
in Mio. € 31.12.2016 Buchwert Zins Tilgung Zins Tilgung Zins Tilgung
Anleihen und Commercial Paper 9.650 224 1.855 759 4.314 245 3.523
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.978 11 1.128 5 600 1 250
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.048 2.048
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 1.215 1.215
Übrige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten1 481 467 14
Darlehen von Dritten und sonstige Finanzschulden 80 6 22 10 55 2
Verbindlichkeiten aus Derivaten 233 18 95 70 34 17
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 4 1 2
15.689 259 6.832 845 5.019 263 3.775
1
Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Anmerkung (4) „Akquisitionen und Desinvestition‟.

Kreditrisiken

Merck begrenzt Kreditrisiken, indem Finanzkontrakte nur mit Banken und Industrieunternehmen guter Bonität abgeschlossen werden. Ferner führt die breit angelegte Geschäftsstruktur mit einer großen Anzahl verschiedener Kunden zu einer Kreditrisikodiversifikation im Merck-Konzern. Das Kreditrisiko aus Finanzkontrakten wird täglich auf Basis von Rating-Informationen sowie Marktinformationen über Credit-Default-Swapsätze überwacht.

Das Kreditrisiko von Kunden wird mittels etablierter Kreditmanagementprozesse, die die individuellen Kundenrisiken berücksichtigen, betrachtet. Dies geschieht insbesondere durch kontinuierliche Analysen der Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Merck überprüft und überwacht kontinuierlich die offenen Positionen gegenüber allen Handelspartnern in den betroffenen Ländern und führt, sofern erforderlich, kreditreduzierende Maßnahmen durch. Bei Hinweisen darauf, dass einzelne Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nicht oder nicht vollständig werthaltig sind, werden entsprechende Wertberichtigungen zur Vorsorge für Kreditausfälle gebildet. Das theoretisch maximale Ausfallrisiko zum Berichtszeitpunkt entsprach den Nettobuchwerten abzüglich eventueller Kreditversicherungsentschädigungen.

(39) Sonstige Angaben zu Finanzinstrumenten

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzpositionen auf die nach IFRS 7 zu bildenden Klassen von Finanzinstrumenten und gibt Informationen zur Bewertung zum beizulegenden Zeitwert.

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Folgebewertung nach IAS 39 Folgebewertung nach IAS 39
in Mio. € Buchwert 31.12.2017 Fortgeführte Anschaffungskosten Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert Wertansatz nach IAS 17 Nicht finanzielle Posten Beizulegender Zeitwert 31.12.20172 Buchwert 31.12.2016 Fortgeführte Anschaffungskosten Anschaffungskosten Beizulegender Zeitwert Wertansatz nach IAS 17 Nichtfinanzielle Posten Beizulegender Zeitwert 31.12.20162
Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 589 589 939 939
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 90 47 44 145 44 101
Zu Handelszwecken gehalten (nicht derivativ)
Derivate ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang 9 9 9 59 59 59
Bis zur Endfälligkeit zu halten
Kredite und Forderungen 47 47 44 44
Zur Veräußerung verfügbar 35 35 35 43 43 43
Derivate mit bilanziellem Sicherungszusammenhang
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.923 2.923 2.889 2.889
Kredite und Forderungen 2.923 2.923 2.889 2.889
Übrige kurz- und langfristige Vermögenswerte1 936 276 92 568 803 277 12 514
Derivate ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang 46 46 46 1 1 1
Kredite und Forderungen 276 276 277 277
Derivate mit bilanziellem Sicherungszusammenhang 45 45 45 11 11 11
Nicht finanzielle Posten1 568 568 514 514
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 444 12 4 429 218 10 59 149
Derivate ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang 13 13 13 17 17 17
Bis zur Endfälligkeit zu halten
Kredite und Forderungen 12 12 10 10
Zur Veräußerung verfügbar 420 4 416 416 191 59 132 132
Derivate mit bilanziellem Sicherungszusammenhang
 
Schulden
Kurz- und langfristige Finanzschulden 10.823 10.707 113 4 12.597 12.465 128 4
Derivate ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang 113 113 113 128 128 128
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 10.707 10.707 11.074 12.465 12.465 12.802
Derivate mit bilanziellem Sicherungszusammenhang
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 4 4 4 4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.195 2.195 2.048 2.048
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 2.195 2.195 2.048 2.048
Übrige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten1 2.529 1.059 43 1.427 2.389 939 105 1.345
Derivate ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang 3 3 3
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten1 1.059 1.059 939 939
Derivate mit bilanziellem Sicherungszusammenhang 43 43 43 102 102 102
Nicht finanzielle Posten 1.427 1.427 1.345 1.345
1
Vorjahreszahlen wurden angepasst, siehe Anmerkung (4) „Akquisitionen und Desinvestitionen‟.
2
Für Angaben über bestimmte beizulegende Zeitwerte wurde die Erleichterungsvorschrift des IFRS 7.29a in Anspruch genommen.

Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten umfassten Bewertungsergebnisse aus erfolgswirksamen Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert, Wertminderungen und -aufholungen, Abgangsergebnisse sowie die Erfassung von Agien und Disagien. In der folgenden Tabelle sind in den Finanzinstrumenten der Bewertungskategorie zu Handelszwecken gehalten Zinsen als Bestandteil der Anpassungen beizulegender Zeitwerte ausgewiesen. Zu dieser Bewertungskategorie zählten bei Merck nur Derivate, die sich nicht in einem bilanziellen Sicherungszusammenhang befanden. Dividenden wurden nicht den Nettogewinnen und -verlusten aus Finanzinstrumenten zugerechnet.

Die Nettogewinne und -verluste der Finanzinstrumente nach Bewertungskategorien (ohne im sonstigen Ergebnis erfasste Beträge) stellten sich zum Berichtszeitpunkt wie folgt dar.

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Nettogewinne und Nettoverluste
in Mio. €
2017
Zinsergebnis Wertminderungen Wertaufholungen Anpassungen beizulegender Zeitwert Abgangsergebnis
Finanzinstrumente der Bewertungskategorie:
Zu Handelszwecken gehalten – 203
Bis zur Endfälligkeit zu halten
Kredite und Forderungen 21 – 39 97
Zur Veräußerung verfügbar 5 – 14 – 1
Sonstige Verbindlichkeiten – 294
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Nettogewinne und Nettoverluste
in Mio. € 2016 Zinsergebnis Wertminderungen Wertaufholungen Anpassungen beizulegender Zeitwert Abgangsergebnis
Finanzinstrumente der Bewertungskategorie:
Zu Handelszwecken gehalten 69
Bis zur Endfälligkeit zu halten
Kredite und Forderungen 18 – 52 59
Zur Veräußerung verfügbar 2 – 5 34
Sonstige Verbindlichkeiten – 287

Im Geschäftsjahr 2017 wurden Fremdwährungskursverluste aus operativen Forderungen und Verbindlichkeiten, diesbezüglichen ökonomischen Absicherungsgeschäften sowie Absicherungsgeschäften von geplanten operativen Transaktionen in Höhe von – 3 Mio. € (Vorjahr: Kursverluste von – 57 Mio. €) gebucht. Aus finanziellen Bilanzposten, sowie deren ökonomischer Sicherung resultierten Fremdwährungskursgewinne in Höhe von 22 Mio. € (Vorjahr: Kursverluste in Höhe von – 4 Mio. €).

Der beizulegende Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und Schulden basierte auf offiziellen Kursen und quotierten Marktwerten zum Bilanzstichtag (Vermögenswerte und Schulden des Levels 1), finanzmathematischen Berechnungsmodellen mit zum Bilanzstichtag am Markt beobachtbaren Inputfaktoren (Vermögenswerte und Schulden des Levels 2) sowie Bewertungsmodellen und Refinanzierungsrunden (Vermögenswerte und Schulden des Levels 3).

Vermögenswerte des Levels 1 umfassten Aktien sowie Anleihen und gehörten der Kategorie zur Veräußerung verfügbar an, Schulden des Levels 1 umfassten begebene Anleihen und gehörten der Kategorie sonstige Verbindlichkeiten an.

Vermögenswerte und Schulden des Levels 2 umfassten im Wesentlichen Bankverbindlichkeiten der Kategorie sonstige Verbindlichkeiten sowie Derivate mit und ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der in der Kategorie sonstige Verbindlichkeiten enthaltenen Schulden erfolgte durch die Diskontierung zukünftiger Zahlungsströme mit am Markt beobachtbaren Zinssätzen. Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts von Devisentermingeschäften und Fremdwährungsoptionen erfolgte mithilfe am Markt beobachtbarer Kassa- und Terminkurse sowie Wechselkursvolatilitäten unter Verwendung anerkannter finanzmathematischer Verfahren. Die Bewertung von Zinsswaps basiert auf marktüblichen Bewertungsmodellen und am Markt verfügbaren Zinskurven.

Die Vermögenswerte des Levels 3 waren als zur Veräußerung verfügbar beziehungsweise als Derivat ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang kategorisiert. Sie umfassten nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, eine Beteiligung an einer Personengesellschaft, bedingte Gegenleistungen aus der Veräußerung von Geschäftsaktivitäten und einer Kapitalgesellschaft, Eigenkapitalbeteiligungen an nicht börsennotierten Fonds sowie eine Option auf Eigenkapitalinstrumente. Die beizulegenden Zeitwerte der nicht börsennotierten Eigenkapitalinstrumente wurden aus beobachtbaren Preisen im Rahmen von Eigenkapitalrefinanzierungen in hinreichender zeitlicher Nähe zum Abschlussstichtag abgeleitet. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Beteiligung an einer Personengesellschaft erfolgte im Rahmen einer intern durchgeführten Bewertung durch die Anwendung des Discounted-Cash-Flow-Verfahrens. Hierbei fanden die erwarteten zukünftigen Zahlungsströme auf Basis der jüngsten Mittelfristplanung der Gesellschaft Berücksichtigung. Die Planung bezog sich auf einen Zeitraum von fünf Jahren. Zahlungsströme darüber hinausgehender Zeiträume wurden im Rahmen der Berechnung der ewigen Rente unter Verwendung einer langfristigen Wachstumsrate von 0,5 % (31. Dezember 2016: 0,5 %) berücksichtigt. Der verwendete Diskontierungszinssatz nach Steuern lag bei 7,0 % (31. Dezember 2016: 7,0 %). Die Berechnung der beizulegenden Zeitwerte der bedingten Gegenleistungen erfolgte, indem die erwarteten zukünftigen Meilensteinereignisse und Erlöse mit entsprechenden Eintrittswahrscheinlichkeiten gewichtet und mit Diskontierungszinssätzen nach Steuern zwischen 6,5 % und 7,6 % (31. Dezember 2016: 7,1 %) abgezinst wurden. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Fondsbeteiligungen beruhte auf den beizulegenden Zeitwerten der Unternehmen, an denen die Fonds beteiligt waren. Der beizulegende Zeitwert der Option auf Eigenkapitalinstrumente wurde anhand des zuletzt verfügbaren Transaktionspreises modelliert.

Eine Sensitivitätsanalyse der Bewertung der bedingten Gegenleistung aus der Veräußerung der Biosimilars-Geschäftsaktivitäten ist in Anmerkung (6) „Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten‟ enthalten. Eine Erhöhung oder Verminderung des Diskontierungszinssatzes, der für die Berechnung der beizulegenden Zeitwerte der sonstigen bedingten Gegenleistungen verwendet wurde, hätte keinen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis vor Steuern oder auf das sonstige Ergebnis gehabt, da die entsprechenden Berechnungen von einem begrenzten Planungshorizont ausgehen und die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte mithin keine Berechnung einer ewigen Rente beinhaltet. Eine Erhöhung des bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Beteiligung an einer Personengesellschaft berücksichtigten Diskontierungszinssatzes um einen Prozentpunkt hätte zu einer Verminderung des sonstigen Ergebnisses um 2 Mio. € geführt. Demgegenüber hätte eine Verringerung des Diskontierungszinssatzes um einen Prozentpunkt zu einer Erhöhung des sonstigen Ergebnisses um 2 Mio. € geführt.

Schulden des Levels 3 beinhalteten bedingte Gegenleistungen aus Akquisitionen von Geschäften. Diese wurden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen und betrugen zum Bilanzstichtag 3 Mio. €.

Bei allen Bewertungen wurde das Kontrahentenrisiko berücksichtigt. Bei originären Finanzinstrumenten wie sonstigen Verbindlichkeiten oder zinstragenden Wertpapieren erfolgte dies in Form von risikoadäquaten Aufschlägen auf den Diskontierungszins; bei Derivaten erfolgte die Berücksichtigung in Form von Marktwertabschlägen, sogenannten Credit Valuation Adjustments und Debit Valuation Adjustments.

Die beizulegenden Zeitwerte von als zur Veräußerung verfügbar kategorisierten Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente mit einem Buchwert in Höhe von 4 Mio. € (31. Dezember 2016: 59 Mio. €) konnten nicht zuverlässig ermittelt werden, da keine Preisnotierungen für identische Instrumente am aktiven Markt vorlagen und auch keine zuverlässige Schätzung der beizulegenden Zeitwerte vorgenommen werden konnte. Die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten. Die Finanzinvestitionen beinhalteten im Wesentlichen Eigenkapitalbeteiligungen an nicht operativ tätigen Tochterunternehmen. Eine Veräußerung dieser Finanzinstrumente ist derzeit nicht beabsichtigt.

Die Beträge der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente beziehungsweise der für Finanzinstrumente angegebenen beizulegenden Zeitwerte ergaben sich wie folgt.

23 KB EXCEL

in Mio. € 31.12.2017 Vermögenswerte Schulden
Bewertung durch offizielle Kurse und quotierte Marktwerte (Level 1) 53 7.719
Davon: Als zur Veräußerung verfügbar kategorisiert 53
Davon: Als sonstige Verbindlichkeiten kategorisiert 7.719
Bewertung mithilfe am Markt beobachtbarer Inputfaktoren (Level 2) 67 3.511
Davon: Als zur Veräußerung verfügbar kategorisiert
Davon: Derivate mit bilanziellem Sicherungszusammenhang 45 43
Davon: Derivate ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang 22 113
Davon: Als sonstige Verbindlichkeiten kategorisiert 3.355
Bewertung mithilfe nicht am Markt beobachtbarer Inputfaktoren (Level 3) 443 3
Davon: Als zur Veräußerung verfügbar kategorisiert 397
Davon: Derivate ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang 46
Davon: Als sonstige Verbindlichkeiten kategorisiert 3
23 KB EXCEL

in Mio. € 31.12.2016 Vermögenswerte Schulden
Bewertung durch offizielle Kurse und quotierte Marktwerte (Level 1) 54 9.058
Davon: Als zur Veräußerung verfügbar kategorisiert 54
Davon: Als sonstige Verbindlichkeiten kategorisiert 9.058
Bewertung mithilfe am Markt beobachtbarer Inputfaktoren (Level 2) 134 3.978
Davon: Als zur Veräußerung verfügbar kategorisiert 46
Davon: Derivate mit bilanziellem Sicherungszusammenhang 11 102
Davon: Derivate ohne bilanziellen Sicherungszusammenhang 77 131
Davon: Als sonstige Verbindlichkeiten kategorisiert 3.744
Bewertung mithilfe nicht am Markt beobachtbarer Inputfaktoren (Level 3) 75 1
Davon: Als zur Veräußerung verfügbar kategorisiert 75
Davon: Als sonstige Verbindlichkeiten kategorisiert 1

Die Entwicklung der in Level 3 eingestuften und zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Schulden stellte sich wie folgt dar.

24 KB EXCEL

in Mio. € 2017 2016
Nettobuchwerte am 1.1. 74 11
Zugänge durch Akquisitionen / Veräußerungen 302 46
Umgruppierungen in Level 3 aus vorheriger Bewertung zu Anschaffungskosten / Level 1 / Level 2 68 16
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts
In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne (+) / Verluste (–) – 6 4
In der Konzerngesamtergebnisrechnung erfasste Gewinne (+) / Verluste (–) 5 – 3
Währungsumrechnungsdifferenz – 2
Abgänge durch Veräußerungen – 1
Umgruppierungen aus Level 3 in Level 1 / Level 2
Nettobuchwerte am 31.12. 440 74

Die Zugänge in Level 3 umfassten insbesondere die bedingte Gegenleistung aus der Veräußerung der Biosimilars-Geschäftsaktivitäten (siehe Anmerkung (4) „Akquisitionen und Desinvestitionen‟). Die Umgruppierungen in Level 3 betrafen im Wesentlichen Investitionen in nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, bei denen in hinreichender zeitlicher Nähe zum Abschlussstichtag Eigenkapitalrefinanzierungen zu marktüblichen Konditionen stattfanden. Erfolgsneutral erfasste Gewinne und Verluste von Vermögenswerten des Levels 3 wurden unter der Bezeichnung „Anpassung an Marktwerte‟ von „zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten‟ im sonstigen Ergebnis in der Konzerngesamtergebnisrechnung ausgewiesen.

Eine bilanzielle Saldierung von Finanzinstrumenten ist nicht möglich; eine wirtschaftliche Saldierung ist ausschließlich bei Derivaten möglich. Diese Möglichkeit resultiert aus den Rahmenverträgen zum Derivatehandel, die Merck mit Geschäftsbanken abschließt. Eine bilanzielle Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten findet bei Merck keine Anwendung.

Die nachfolgende Tabelle stellt das potenzielle Saldierungsvolumen bei den ausgewiesenen derivativen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten dar.

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Potenzielles Saldierungsvolumen
in Mio. € 31.12.2016 Bruttoausweis Saldierung Nettoausweis aufgrund von Globalnettingvereinbarungen im Zusammenhang mit finanziellen Sicherheiten Potenzieller Nettobetrag
Derivative finanzielle Vermögenswerte 113 113 60 54
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten – 155 – 155 – 60 – 96
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Potenzielles Saldierungsvolumen
in Mio. € 31.12.2016 Bruttoausweis Saldierung Nettoausweis aufgrund von Globalnettingvereinbarungen im Zusammenhang mit finanziellen Sicherheiten Potenzieller Nettobetrag
Derivative finanzielle Vermögenswerte 88 88 64 24
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten – 233 – 233 – 64 – 170

(40) Eventualverbindlichkeiten

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in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsstreitigkeiten und Steuersachverhalten 66 73
Sonstige Eventualverbindlichkeiten 1 2

Eventualverbindlichkeiten aus Rechtsstreitigkeiten umfassten potenzielle Verpflichtungen, bei denen die Wahrscheinlichkeit eines Ressourcenabflusses zum Bilanzstichtag nicht hinreichend für die Bildung einer Rückstellung war. Diese betrafen überwiegend privat- und kartellrechtliche Verpflichtungen. Bei den potenziellen privatrechtlichen Verpflichtungen handelte es sich im Wesentlichen um mögliche Schadenersatzverpflichtungen infolge einer wettbewerbsrechtlichen Rechtsstreitigkeit. Es bestand die nicht unwahrscheinliche Möglichkeit, dass an Merck, sollte es zu einer rechtskräftigen wettbewerbsrechtlichen Verurteilung kommen, auch privatrechtliche Schadenersatzforderungen von Krankenversicherungen aufgrund überhöhter Medikamentenpreise gestellt werden.

Des Weiteren haben Bristol-Myers Squibb Co., USA, E. R. Squibb & Sons L.L.C., USA, Ono Pharmaceutical Co., Ltd., Japan, und eine Privatperson Klage gegen Merck und Pfizer Inc., USA, (Pfizer) vor dem United States District Court in Delaware, USA, eingereicht, mit der Behauptung, Bavencio® verstoße gegen ein US-Patent bezüglich der Methoden zur Behandlung von Tumoren mit Anti-PD-L1-Antikörpern. Merck sowie Pfizer haben rechtliche Schritte zur Verteidigung eingeleitet. Die Kriterien zur Bildung einer Rückstellung waren zum Abschlussstichtag nicht erfüllt, da eine Inanspruchnahme derzeit als nicht wahrscheinlich angesehen wird.

Daneben bestanden Eventualverbindlichkeiten aus verschiedenen Rechtsstreitigkeiten mit dem US-amerikanischen Unternehmen Merck & Co., Inc. (außerhalb der USA und Kanada: Merck Sharp & Dohme Corp. (MSD)), unter anderem wegen Verletzung der zwischen den Unternehmen bestehenden Koexistenzvereinbarung und / oder Kennzeichenrechtsverletzung bezüglich der Verwendung des Kennzeichens „Merck‟, bei denen die Wahrscheinlichkeit eines Ressourcenabflusses – mit Ausnahme von Kosten der Rechtsverteidigung – zum Bilanzstichtag nicht hinreichend für die Bildung einer Rückstellung war. Da eine verlässliche Quantifizierung der Eventualverbindlichkeit aus diesen Rechtsstreitigkeiten am Bilanzstichtag nicht möglich war, wurde dieser Sachverhalt in der oben dargestellten Tabelle nicht berücksichtigt.

Eventualverbindlichkeiten aus Steuersachverhalten enthielten verschiedene ausländische einkommens- sowie nicht einkommensbezogene Steuersachverhalte, die vor allem konzerninterne Geschäftsübertragungen betrafen, aber auch Rechtsstreitigkeiten umfassten, die auf steuerrechtliche Gewinnermittlungen, Zollregelungen, Verbrauchsteuersachverhalte und Transferpreisanpassungen zurückzuführen waren.

(41) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gliederten sich wie folgt.

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in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten sowie zur Entrichtung von Zahlungen aus Kollaborationsvereinbarungen 3.328 2.826
Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen 151 187
Künftige Zahlungen aus Operating-Leasing 530 362
Langfristige Abnahmeverpflichtungen 236 309
Übrige finanzielle Verpflichtungen 63 208
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 4.308 3.891

Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten bestanden insbesondere aufgrund bedingter Gegenleistungen und im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungskollaborationen. Hier ist Merck Verpflichtungen zu Meilensteinzahlungen bei Erreichen von bestimmten Zielen eingegangen. In dem unwahrscheinlichen Fall, dass alle Vertragspartner sämtliche Meilensteine erreichen, müsste Merck bis zu 1.968 Mio. € (31. Dezember 2016: 1.456 Mio. €) für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten zahlen.

Darüber hinaus wurden im Rahmen von Kollaborationsvereinbarungen vereinzelt Forschungs- und Entwicklungs- beziehungsweise Kommerzialisierungsbudgets vertraglich fixiert, auf deren Basis Merck durch Kollaborationspartner zur Entrichtung von Zahlungen in Höhe von bis zu 1.360 Mio. € (Vorjahr: 1.370 Mio. €) verpflichtet werden kann.

Die erwarteten Fälligkeiten dieser Verpflichtungen stellten sich wie folgt dar.

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in Mio. € 31.12.2017 31.12.2016
Verpflichtungen zum Erwerb von immateriellen Vermögenswertensowie zur Entrichtung von Zahlungen aus Kollaborationsvereinbarungen:
innerhalb von 1 Jahr 247 263
in 1 – 5 Jahren 1.572 1.176
nach mehr als 5 Jahren 1.509 1.387
3.328 2.826

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen wurden zum Nominalwert dargestellt.

Die Fälligkeiten der Verpflichtungen aus Leasingvereinbarungen ließen sich wie folgt unterteilen.

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in Mio. € 31.12.2017 Innerhalb von 1 Jahr In 1 – 5 Jahren Nach mehr als 5 Jahren Gesamt
Barwert der künftigen Leasingraten aus Finance-Leasing 1 2 4
Zinsanteil Finance-Leasing
Künftige Zahlungen aus Finance-Leasing 1 3 4
 
Künftige Zahlungen aus Operating-Leasing 137 287 106 530
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in Mio. € 31.12.2016 Innerhalb von 1 Jahr In 1 – 5 Jahren Nach mehr als 5 Jahren Gesamt
Barwert der künftigen Leasingraten aus Finance-Leasing 1 2 4
Zinsanteil Finance-Leasing
Künftige Zahlungen aus Finance-Leasing 2 2 4
 
Künftige Zahlungen aus Operating-Leasing 112 221 29 362

Operating-Leasing-Verträge betrafen im Wesentlichen Leasingverhältnisse zur Miete von Immobilien, Fahrzeugen des Fuhrparks sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die aus operativen Leasingverträgen resultierenden Zahlungen betrugen 146 Mio. € (Vorjahr: 132 Mio. €) und wurden in der Berichtsperiode als Aufwand erfasst.

(42) Personalaufwand /Anzahl Mitarbeiter

Der Personalaufwand setzte sich wie folgt zusammen.

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in Mio. € 2017 2016
Löhne und Gehälter 3.953 3.575
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 586 555
Aufwendungen für Altersversorgung 304 226
Personalaufwand 4.843 4.356

Zum 31. Dezember 2017 zählten 52.880 Mitarbeiter zum Merck-Konzern (31. Dezember 2016: 50.348 Mitarbeiter). Im Jahresdurchschnitt waren 51.990 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 50.242 Mitarbeiter).

Die Aufteilung der Mitarbeiter auf die verschiedenen Funktionsbereiche war wie folgt.

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  2017 2016
Produktion 15.570 14.790
Verwaltung 9.272 8.878
Forschung und Entwicklung 6.786 6.240
Supply Chain 3.726 3.873
Vertrieb 15.073 15.109
Sonstiges 1.563 1.352
Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter 51.990 50.242

(43) Materialaufwand

Der Materialaufwand im Jahr 2017 betrug 2.463 Mio. € (Vorjahr: 2.358 Mio. €) und wurde überwiegend in den Herstellungskosten ausgewiesen.

(44) Aufwand für Abschlussprüfer

Der Aufwand für den Konzernabschlussprüfer des Merck-Konzerns (KPMG) setzte sich wie folgt zusammen.

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2017 2016
in Mio. € Merck-Konzern Davon: KPMG Deutschland Merck-Konzern Davon: KPMG Deutschland
Abschlussprüfungen 8,5 2,4 8,2 2,2
Sonstige Bestätigungsleistungen 0,3 0,2 0,3 0,2
Steuerberatungsleistungen 0,6 0,4 0,7 0,5
Sonstige Leistungen 1,0 0,9 1,4 1,3
10,4 3,9 10,6 4,2

Die sonstigen Bestätigungsleistungen betrafen verschiedene gesetzlich oder vertraglich vorgesehene Prüfungen. Die Steuerberatungsleistungen umfassten Leistungen im Zusammenhang mit der Erstellung von Steuererklärungen, auch für entsendete Mitarbeiter. Sonstige Leistungen beinhalteten insbesondere Beratungsleistungen für entsendete Mitarbeiter.

(45) Corporate Governance

Die Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz wurde im März 2017 auf der Website www.merckgroup.com/investoren ➞ Corporate Governance aktualisiert veröffentlicht und damit dauerhaft zugänglich gemacht.

(46) Unternehmen, die von der Befreiung gemäß § 264 Absatz 3 HGB beziehungsweise § 264b HGB Gebrauch machen

Folgende in diesen Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen machten von der Befreiungsmöglichkeit Gebrauch:

  • Allergopharma GmbH & Co. KG, Reinbek
  • Allergopharma Verwaltungs GmbH, Darmstadt
  • Biochrom GmbH, Berlin
  • Chemitra GmbH, Darmstadt
  • Litec-LLL GmbH, Greifswald
  • Merck Accounting Solutions & Services Europe GmbH, Darmstadt
  • Merck Chemicals GmbH, Darmstadt
  • Merck Consumer Health Holding GmbH, Darmstadt
  • Merck Export GmbH, Darmstadt
  • Merck Life Science GmbH, Eppelheim
  • Merck Patent GmbH, Darmstadt
  • Merck Selbstmedikation GmbH, Darmstadt
  • Merck Serono GmbH, Darmstadt
  • Merck Versicherungsvermittlung GmbH, Darmstadt

(47) Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Nahestehend zum Merck-Konzern sind die E. Merck KG, die Emanuel-Merck-Vermögens-KG und die E. Merck Beteiligungen KG. Grundsätzlich sind auch direkte oder indirekte Tochtergesellschaften der Merck KGaA, assoziierte Gesellschaften des Merck-Konzerns, unter Beteiligung des Merck-Konzerns gemeinschaftlich geführte Gesellschaften sowie Pensionsfonds, die als leistungsorientierte Pläne gemäß IAS 19 zu klassifizieren sind – wozu auch die Gesellschaften Merck Capital Asset Management Ltd., Malta, und Merck Pensionstreuhandverein e. V. zählen –, nahestehende Unternehmen im Sinne von IAS 24. Des Weiteren sind die Mitglieder der Geschäftsleitung und des Aufsichtsrats der Merck KGaA, des Vorstands und des Gesellschafterrats der E. Merck KG sowie ihre nahen Familienangehörigen nahestehende Personen.

Zum 31. Dezember 2017 bestanden Verbindlichkeiten der Merck Financial Services GmbH, der Merck KGaA und der Merck & Cie, Schweiz, gegenüber der E. Merck KG in Höhe von 1.349,2 Mio. € (31. Dezember 2016: 1.186,3 Mio. €). Die Salden resultierten im Wesentlichen aus den gegenseitigen Ergebnisabführungen zwischen der Merck KGaA und der E. Merck KG sowie der Ergebnisabführung der Merck & Cie, Schweiz, an die E. Merck KG. Sie enthielten Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 764,8 Mio. € (31. Dezember 2016: 729,2 Mio. €), die zu marktüblichen Konditionen verzinst wurden. Ferner bestanden per 31. Dezember 2017 Forderungen der Merck KGaA gegen die E. Merck Beteiligungen KG in Höhe von 140,9 Mio. € (31. Dezember 2016: 123,7 Mio. €) sowie der Merck Financial Services GmbH gegen den Merck Pensionstreuhandverein e. V. in Höhe von 0,1 Mio. € (31. Dezember 2016: 0,1 Mio. €) und die Merck Capital Asset Management Ltd., Malta, in Höhe von 0,0 Mio. € (31. Dezember 2016: 2,5 Mio. €). Sie enthielten Fin id="nr49"anzforderungen in Höhe von 0,1 Mio. € (31. Dezember 2016: 2,5 Mio. €), die zu marktüblichen Konditionen verzinst wurden. Für keinen der Salden bestanden Besicherungen oder Garantien – weder zugunsten noch zulasten des Merck-Konzerns.

Von Januar bis Dezember 2017 erbrachte die Merck KGaA Dienstleistungen für die E. Merck KG im Wert von 0,9 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. €), für die Emanuel-Merck-Vermögens-KG im Wert von 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) und für die E. Merck Beteiligungen KG im Wert von id="nr50" 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €). Im gleichen Zeitraum erbrachte die E. Merck KG Dienstleistungen für die Merck KGaA im Wert von 0,5 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €).

Gegenüber den zum 29. Februar 2016 entkonsolidierten venezolanischen Gesellschaften bestanden zum 31. Dezember 2017 Forderungen mit einem Buchwert nach Wertberichtigungen in Höhe von 22,7 Mio. € (31. Dezember 2016: 25,7 Mio. €) und Verbindlichkeiten in Höhe von 21,5 Mio. € (31. Dezember 2016: 24,2 Mio. €). Merck nimmt keine Lieferungen an die venezolanischen Gesellschaften mehr vor. Von März bis Dezember 2016 wurden Patienten in Venezuela lebensnotwendige Medikamente zur Behandlung von Krebs und Multipler Sklerose in bestimmtem Umfang zugänglich gemacht, für die erst bei Geldeingang Erlöse erfasst werden und die folglich nicht in den genannten Forderungen enthalten waren. Aus diesen Lieferungen erzielte der Merck-Konzern von Januar bis Dezember 2017 keine Erlöse (März bis Dezember 2016: 0,4 Mio. €). Für diese Lieferungen entstanden im Vorjahr Herstellungskosten von 13,7 Mio. €.

Gegenüber nicht konsolidierten Tochtergesellschaften bestanden zum 31. Dezember 2017 Forderungen in Höhe von 8,3 Mio. € (31. Dezember 2016: 18,8 Mio. €) und Verbindlichkeiten in Höhe von 9,1 Mio. € (31. Dezember 2016: 12,1 Mio. €). Mit diesen Gesellschaften erzielte der Merck-Konzern von Januar bis Dezember 2017 Erlöse in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,9 Mio. €). Im gleichen Zeitraum fielen durch Transaktionen mit diesen Gesellschaften Aufwendungen in Höhe von 0,8 Mio. € (Vorjahr: 6,1 Mio. €) an.

Angaben zu Pensionsfonds, die als leistungsorientierte Pläne gemäß IAS 19 zu klassifizieren sind, können den Angaben in der Anmerkung (26) „Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen‟ entnommen werden.

Angaben zu den Bezügen der Geschäftsleitung und des Aufsichtsrats können den Angaben in der Anmerkung (48) „Bezüge der Geschäftsleitung und des Aufsichtsrats‟ entnommen werden. Über die in Anmerkung (48) genannten Tätigkeiten hinaus fanden im Geschäftsjahr 2017, ebenso wie im Vorjahr, keine wesentlichen Geschäfte, wie etwa die Erbringung von Dienstleistungen oder die Gewährung von Darlehen, zwischen Gesellschaften des Merck-Konzerns und Mitgliedern der Geschäftsleitung oder des Aufsichtsrats der Merck KGaA, des Vorstands oder des Gesellschafterrats der E. Merck KG sowie ihren nahen Familienangehörigen statt.

(48) Bezüge der Geschäftsleitungund des Aufsichtsrats

Die Bezüge der Geschäftsleitung der Merck KGaA werden grundsätzlich vom Komplementär E. Merck KG getragen. Darüber hinaus erfassten in diesen Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften für Januar bis Dezember 2017 Aufwendungen in Höhe von 3,5 Mio. € (Vorjahr: 3,0 Mio. €) für von Mitgliedern der Geschäftsleitung der Merck KGaA bei diesen Gesellschaften erbrachte Leitungsaufgaben.

Für Januar bis Dezember 2017 wurden für Mitglieder der Geschäftsleitung der Merck KGaA von der E. Merck KG und von in diesen Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften fixe Bezüge in Höhe von 6,0 Mio. € (Vorjahr: 6,6 Mio. €), variable Bezüge in Höhe von 16,3 Mio. € (Vorjahr: 16,8 Mio. €) und Nebenleistungen in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) erfasst, für den Long-Term Incentive Plan waren für Mitglieder der Geschäftsleitung der Merck KGaA in den Auflösungen von Rückstellungen Erträge in Höhe von 1,8 Mio. € (Vorjahr: Aufwand aus der Zuführung zu den Rückstellungen in Höhe von 12,5 Mio. €) enthalten und in den Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen für Mitglieder der Geschäftsleitung der Merck KGaA war ein laufender Dienstzeitaufwand in Höhe von 3,2 Mio. € (Vorjahr: 2,8 Mio. €) und ein nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand in Höhe von 0,9 Mio. € (Vorjahr: 3,5 Mio. €) enthalten.

Die Bezüge des Aufsichtsrats in Höhe von 868,3 T € (Vorjahr: 869,0 T €) setzten sich aus 822,5 T € (Vorjahr: 822,5 T €) fixen Bestandteilen und 45,8 T € (Vorjahr: 46,5 T €) Sitzungsgeld zusammen.

Weitere individualisierte Angaben und Erläuterungen befinden sich im Vergütungsbericht auf den Seiten 172 ff.

(49) Angaben zu Aufstellung und Freigabe

Die Geschäftsleitung der Merck KGaA hat den Konzernabschluss am 14. Februar 2018 aufgestellt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er ihn billigt.

(50) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Merck erhielt am 6. Juli 2017 im Zusammenhang mit dem wettbewerbsrechtlichen Prüfungsverfahren der Übernahme von Sigma-Aldrich eine Mitteilung der Europäischen Kommission (EU-Kommission), in der die EU-Kommission Merck über ihre vorläufige Schlussfolgerung informierte, dass Merck und Sigma-Aldrich im Rahmen der Übernahme von Sigma-Aldrich unrichtige beziehungsweise irreführende Informationen übermittelt haben sollen. Die EU-Kommission hatte die Anmeldung des Zusammenschlusses am 21. April 2015 erhalten und am 15. Juni 2015 unter der Bedingung genehmigt, dass Merck und Sigma-Aldrich Teile des europäischen Geschäfts für Lösungsmittel und anorganische Stoffe von Sigma-Aldrich veräußern, um wettbewerbsrechtliche Bedenken auszuräumen. Entsprechend der mit Schreiben vom 6. Juli 2017 mitgeteilten vorläufigen Ansicht der EU-Kommission seien in diesem Zusammenhang durch Merck und Sigma-Aldrich wichtige Informationen über ein Innovationsprojekt vorenthalten worden, das in die beschlossenen Abhilfemaßnahmen hätte einbezogen werden müssen. Am 5. Februar 2018 fand ein Gespräch zwischen der EU-Kommission und Merck im sogenannten Kooperationsverfahren statt. Auf Basis der daraufhin aktualisierten Einschätzung der Geschäftsleitung wurde die bestehende Rückstellung auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag erhöht. Der Aufwand wurde innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst und dem Unternehmensbereich Life Science zugeordnet.

Die laufenden Untersuchungen sind auf die Prüfung von Verstößen gegen die Verfahrensvorschriften im Bereich der EU-Fusionskontrolle beschränkt und berühren nicht die Gültigkeit des von der EU-Kommission zur Genehmigung des Zusammenschlusses erlassenen Beschlusses.

Weitere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag von besonderer Bedeutung, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu erwarten ist, sind nicht eingetreten.