Ergänzungen zur Merck KGaA auf Basis HGB

Der Lagebericht der Merck KGaA ist mit dem Lagebericht des Konzerns zusammengefasst. Jahresabschluss und zusammengefasster Lagebericht von Merck-Konzern und Merck KGaA für das Geschäftsjahr 2017 werden beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und sind über die Internetseiten des Unternehmensregisters zugänglich.

Erklärung zur Unternehmensführung

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist im Abschnitt „Corporate Governance‟ des Geschäftsberichts enthalten.

Auswirkungen von Unternehmensverträgen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Operative Aktivitäten der Unternehmensbereiche

Im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung der Merck KGaA ist geplant, die innerhalb der Merck KGaA bestehenden operativen Aktivitäten der Unternehmensbereiche Healthcare, Performance Materials und Life Science auf drei separate Gesellschaften (im Folgenden: „OpCo‟ beziehungsweise im Plural „OpCos‟) in der Rechtsform der GmbH auszugliedern. Der Ausgliederung der Unternehmensbereiche auf diese OpCo-Zielgesellschaften mit Sitz in Darmstadt muss die Hauptversammlung der Merck KGaA im April 2018 zustimmen. Nach Zustimmung durch die Hauptversammlung sollen die drei Unternehmensbereiche in die OpCos rückwirkend zum 1. Januar 2018 ausgegliedert werden.

Zwischen der jeweiligen OpCo und der Merck KGaA besteht bereits heute ein kombinierter Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, der auch in Zukunft dauerhaft fortgeführt werden soll. Damit bestehen auch zukünftig körperschaftsteuerliche, gewerbesteuerliche und umsatzsteuerliche Organschaften. Die OpCos werden zukünftig jeweils über eine unternehmensbereichsbezogene Zwischenholdinggesellschaft gehalten, die wiederum 100 %-ige Tochterunternehmen der Merck KGaA sind.

Da die systemtechnischen Voraussetzungen für eine separate Abbildung der ausgegliederten Unternehmensbereiche bezüglich der OpCos derzeit noch nicht vorliegen, sollen die ausgegliederten Unternehmensbereiche bis zur Einführung der ERP-Systeme von den jeweiligen OpCos an die Merck KGaA vorübergehend zurückverpachtet werden. Hierzu schließt die Merck KGaA mit der jeweiligen OpCo mit Rückwirkung auf den 1. Januar 2018 einen Betriebspachtvertrag ab. Bis zur Implementierung der notwendigen systemtechnischen Voraussetzungen erfasst die Merck KGaA aufgrund der Betriebspacht in eigenem Namen und auf eigene Rechnung die Geschäftsvorfälle. Mit der Einführung der ERP-Systeme für die jeweilige OpCo soll die Betriebspacht dann beendet und das Geschäft vollständig übernommen werden.

Betriebsaufspaltung Merck Real Estate GmbH, Darmstadt

Die Immobilien und Grundstücke der Merck KGaA sind auf der Grundlage eines mit Wirkung zum 15. Dezember 2017 geschlossenen Generalmietvertrags von der Merck KGaA an die Merck Real Estate GmbH vermietet worden. Zwischen der Merck KGaA und der Merck Real Estate GmbH besteht ein kombinierter Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, sodass die Merck Real Estate GmbH Teil des Organkreises der Merck KGaA ist.

Im Rahmen dieser Reorganisation sind 111 Mitarbeiter der Merck KGaA in die Merck Real Estate GmbH übernommen worden. Die übertragenen Vermögensgegenstände und Schulden sind in der Übersicht am Ende dieses Abschnitts dargestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung der Merck KGaA wurde im Geschäftsjahr nur unwesentlich beeinflusst.

Ausgliederung der Geschäftseinheit Consumer Health

Mit Einbringungsvertrag vom 31. August 2017 hat die Merck KGaA rückwirkend zum 1. Januar 2017 das Consumer-Health-Geschäft mit allen ihm zuzuordnenden Vermögensgegenständen, Rechten und Pflichten über die Merck Consumer Health Holding Germany GmbH, Darmstadt, in die Merck Consumer Health GmbH, Darmstadt, im Zuge einer sogenannten Ketteneinbringung, eingebracht. Die Ausgliederung dient der Vorbereitung der strategischen Neuausrichtung der Geschäftseinheit Consumer Health im Merck-Konzern.

Der Betrieb der Merck Consumer Health GmbH wurde unmittelbar nach der Einbringung an die Merck KGaA zurückverpachtet. Der Pachtzins im Geschäftsjahr 2017 betrug 1,3 Mio. €. Darüber hinaus sind die Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft nicht wesentlich. Mitarbeiter sind nicht in die Merck Consumer Health GmbH übergegangen.

Die nachfolgende Übersicht zeigt die aus der Merck KGaA in die Merck Consumer Health GmbH rückwirkend zum 1. Januar 2017 eingebrachten Vermögensgegenstände und Schulden.

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in Mio. € Merck Consumer Health Merck Real Estate
Übertragene Vermögensgegenstände    
A. Anlagevermögen    
Software 0,0
Bauten 1,4
Technische Anlagen und Maschinen, andere Anlagen 4,6 0,4
Anlagen im Bau 1,5
7,5 0,4
B. Umlaufvermögen    
Vorräte 4,4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,5
Andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1,4
6,3
   
Summe Vermögensgegenstände 13,8 0,4
   
Übertragene Schulden    
A. Rückstellungen    
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 0,6
Andere Rückstellungen 1,5 1,4
1,5 2,0
B. Verbindlichkeiten    
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1,0
Andere Verbindlichkeiten
1,0
   
Summe Schulden 2,5 2,0
   
Summe der übertragenen Vermögensgegenstände abzüglich Schulden 11,3 – 1,6

Geschäftsentwicklung

Die Umsatzerlöse der Merck KGaA erhöhten sich im Geschäftsjahr 2017. Der Anstieg um 342 Mio. € resultierte aus den Unternehmensbereichen Healthcare, Life Science und aus den sonstigen Umsatzerlösen. Gegenläufig sanken die Umsatzerlöse des Unternehmensbereichs Performance Materials leicht:

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Veränderung
in Mio. € 2017 2016 in Mio. € in %
Healthcare 2.404 2.232 172 7,7 %
Life Science 777 710 67 9,4 %
Performance Materials 1.399 1.407 – 8 – 0,6 %
Sonstige Umsatzerlöse 228 116 112 96,5 %
Summe Umsatzerlöse 4.807 4.465 342 7,7 %

Die Sonstigen Umsatzerlöse beinhalten überwiegend konzerninterne Weiterverrechnungen für IT-Leistungen sowie andere Verwaltungsleistungen. Ursächlich für den Anstieg sind höhere laufende Kosten aus IT-Projekten.

Der Anteil der Umsatzerlöse mit anderen Konzerngesellschaften beträgt im Geschäftsjahr 93,6 % (Vorjahr: 91,0 %).

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Veränderung
in Mio. € 2017 2016 in Mio. € in %
Konzernumsätze 4.500 4.063 437 10,8 %
Umsätze mit Dritten 307 402 – 95 – 23,6 %
Summe 4.807 4.465 342 7,7 %

Die Exportquote lag im Geschäftsjahr mit 90,3 % (Vorjahr: 89,4 %) geringfügig über dem Vorjahresniveau.

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Veränderung
in Mio. € 2017 2016 in Mio. € in %
Ausland 4.341 3.990 351 8,8 %
Deutschland 467 475 – 8 – 1,7 %
Summe 4.807 4.465 342 7,7 %

Im Unternehmensbereich Healthcare erhöhten sich die Umsatzerlöse insbesondere aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung über eine Einmalzahlung zur Abgeltung zukünftig fälliger Lizenzzahlungen. Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Produkten blieben hingegen nahezu unverändert. Der Anstieg der Umsatzerlöse mit Medikamenten gegen Herz- und Kreislauferkrankungen (+ 14,8 %) stand einem Rückgang der Umsatzerlöse mit dem Krebsmittel Erbitux® (– 7,5 %) in annähernd gleicher Höhe gegenüber. Medikamente zur Behandlung von Schilddrüsenkrankheiten verzeichneten einen leichten Umsatzanstieg (+ 2,5 %). Insgesamt verzeichnete der Unternehmensbereich Umsatzrückgänge in der Region Europa und einen kompensierenden Anstieg in der Region Asien-Pazifik.

Der Unternehmensbereich Performance Materials konnte in der Geschäftseinheit Display Materials nicht das Niveau des Vorjahrs erreichen. Die Steigerung der Umsatzerlöse in den beiden anderen Geschäftseinheiten Pigments & Functional Materials (+ 10,6 %) und Advanced Technologies (+ 8,3 %) reichte zur Kompensation nicht aus. Insbesondere in der Region Asien-Pazifik waren Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Dem stand ein leichter Anstieg in den Regionen Europa und Nord- und Lateinamerika gegenüber.

Im Geschäftsjahr 2017 konnte der Unternehmensbereich Life Science seine Umsatzerlöse um 9,4 % steigern. Dabei konnten in allen drei Geschäftseinheiten des Unternehmensbereichs Umsatzsteigerungen erzielt werden. Process Solutions hatte mit + 14 % daran den größten Anteil. Die Regionen Europa, Nord- und Lateinamerika und Asien-Pazifik zeigten die größten Umsatzsteigerungen.

Ertragslage

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Veränderung
in Mio. € 2017 2016 in Mio. € in %
Umsatzerlöse 4.807 4.465 343 7,7 %
Übrige Erträge 212 185 27 14,3 %
Materialaufwand – 1.505 – 1.488 – 17 1,1 %
Personalaufwand – 1.258 – 1.055 – 203 19,2 %
Abschreibungen – 183 – 176 – 7 4,2 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen – 1.801 – 1.726 – 75 4,3 %
Beteiligungsergebnis / Abschreibungen auf Finanzanlagen 847 659 188 28,6 %
Finanzergebnis – 201 – 243 41 – 17,1 %
Ergebnis vor Ergebnisverrechnung und Steuern 917 621 296 47,7 %
Ergebnisverrechnung – 553 – 400 – 153 38,2 %
Steuern – 193 – 65 – 128 196,9 %
Ergebnis nach Steuern und Ergebnisverrechnung 171 156 15 9,8 %

Der Anstieg der übrigen Erträge resultierte maßgeblich aus höheren Erträgen aus Bestandserhöhungen von fertigen und unfertigen Erzeugnissen.

Der Materialaufwand stieg leicht; die Materialaufwandsquote betrug 31,3 % (Vorjahr: 33,3 %).

Der Anstieg des Personalaufwands resultierte zum einen aus höheren Aufwendungen für Altersversorgung. Die Aufwendungen aus Altersversorgung stiegen, da im Vorjahr eine Anpassung des zur Bewertung der Pensionsrückstellungen herangezogenen Rechnungszinssatzes erfolgte. Durch das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften weitete sich im Vorjahr der Betrachtungszeitraum zur Ermittlung des durchschnittlichen Marktzinssatzes von sieben auf zehn Jahre aus. Diese Ausweitung reduzierte den Vorjahresaufwand aus Altersversorgung. Zum anderen stiegen die Löhne und Gehälter aufgrund der Tariferhöhung und der höheren Mitarbeiteranzahl.

Die Abschreibungen stiegen aufgrund des höheren Anlagevermögens um 4,2 % leicht.

Aufgrund verstärkter Aktivitäten im Vertriebsbereich und höherer Aufwendungen im Zusammenhang mit der Risikovorsorge für Rechtsstreitigkeiten erhöhten sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Das Beteiligungsergebnis verbesserte sich im Wesentlichen aufgrund einer höheren Dividendenausschüttung der Merck Holding GmbH, Gernsheim.

Aufgrund höherer Zinserträge aus dem Planvermögen, die mit dem Zinsanteil aus der Zuführung von Pensionsrückstellungen verrechnet werden, verbesserte sich insgesamt das Finanzergebnis.

Vermögens- und Finanzlage

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Aktiva

Veränderung
in Mio. € 31.12. 2017 31.12. 2016 in Mio. € in %
Anlagevermögen 18.148 17.563 585 3,3 %
Immaterielle Vermögensgegenstände 490 250 240 95,9 %
Sachanlagen 1.173 1.003 170 16,9 %
Finanzanlagen 16.486 16.310 176 1,1 %
Umlaufvermögen 1.763 1.504 259 17,2 %
Vorräte 688 635 53 8,4 %
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 181 291 – 110 – 37,7 %
Andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 892 576 316 54,8 %
Flüssige Mittel 1 2 – 1 – 50,0 %
Rechnungsabgrenzungsposten 28 28 0 0,0 %
19.940 19.095 845 4,4 %
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Passiva

Veränderung
in Mio. € 31.12. 2017 31.12. 2016 in Mio. € in %
Eigenkapital 5.328 5.290 38 0,7 %
Rückstellungen 1.312 1.034 278 26,9 %
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 200 80 120 150,5 %
Andere Rückstellungen 1.112 954 158 16,6 %
Verbindlichkeiten 13.281 12.769 512 4,0 %
Finanzschulden 1.500 1.500 0,0 %
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 292 260 32 12,3 %
Andere Verbindlichkeiten 11.489 11.009 480 4,4 %
Rechnungsabgrenzungsposten 18 2 16 800,0 %
19.940 19.095 845 4,4 %

Die Vermögens- und Finanzlage der Merck KGaA veränderte sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig. Bei einer um 4,4 % gestiegenen Bilanzsumme beträgt die Eigenkapitalquote 26,7 % (Vorjahr: 27,7 %).

Am Standort Darmstadt wurde das Bauprojekt zum Ausbau der Konzernzentrale weiter vorangetrieben. Dies trug zu einem Anstieg des Sachanlagevermögens wesentlich bei.

Die Finanzanlagen sind aufgrund einer im Geschäftsjahr vorgenommen Einzahlung in die Kapitalrücklage der Merck 12. Allgemeine Beteiligungs-GmbH gestiegen.

Das Umlaufvermögen (+ 259 Mio. €) stieg vornehmlich aufgrund höherer kurzfristiger Darlehensforderungen gegen verbundene Unternehmen. Gegenläufig sanken die Steuerforderungen.

Der Anstieg der anderen Rückstellungen (+ 158 Mio. €) resultierte im Wesentlichen aus höheren Rückstellungen für Ertragsteuern und für Rechtsrisiken.

Der Anstieg der anderen Verbindlichkeiten resultierte vornehmlich aus dem laufenden Verrechnungskonto gegenüber der Merck Financial Services GmbH, Darmstadt.

Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, die für Projekte der Gesellschaft und andere Konzerngesellschaften erbracht wurden, betrugen im Berichtsjahr 685 Mio. € (Vorjahr 751 Mio. €). Sie wurden zu einem großen Teil auch von Unternehmen außerhalb des Konzerns erbracht. Den Rückgang um 66 Mio. € (– 8,8 %) beeinflusste der Unternehmensbereich Healthcare, der in Darmstadt insbesondere auf den Gebieten Onkologie, Autoimmun- und Entzündungserkrankungen tätig ist, mit 75 Mio. €. Gleichzeitig hatte der Unternehmensbereich Healthcare mit 59,6 % (Vorjahr: 64,3 %) den größten Anteil an den Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. Forschungsschwerpunkte des Unternehmensbereich Performance Materials sind die Entwicklung neuer bzw. verbesserter Basismaterialien und Mischungen für LC-Displays sowie für innovative OLED-Anwendungen. Zur Stärkung des Pigmentgeschäfts wurden neue Effektpigmente für den Automobil-, Kosmetik- und Druckfarbensektor entwickelt. Im Unternehmensbereich Life Science wurde insbesondere an Technologien im Labor- und Life-Science-Bereich geforscht und neue Entwicklungen vorangetrieben. Dazu zählten verbesserte Test-Kits, Chromatographie-Methoden, Trägermaterialien zur Auftrennung von Wirkstoffen sowie Innovationen im Bereich der Mikrobiologie und Hygienekontrolle.

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Veränderung
in Mio. € 2017 2016 in Mio. € in %
Healthcare 408 483 – 75 – 15,5 %
Life Science 35 39 – 4 – 10,3 %
Performance Materials 220 223 – 3 – 1,3 %
Weitere, nicht einzeln den Bereichen zurechenbare Aufwendungen 22 6 16 266,7 %
Summe 685 751 – 66 – 8,8 %

Die Forschungs- und Entwicklungsquote betrug, bezogen auf den Umsatz, 14,3 % (Vorjahr 16,8 %). Insgesamt waren durchschnittlich 2.515 Mitarbeiter mit Forschungs- und Entwicklungsaufgaben beschäftigt. Die Merck KGaA war mit einem Anteil von 32,0 % (Vorjahr: 38,0 %) an den gesamten Forschungs- und Entwicklungsausgaben des Merck-Konzerns einer der zentralen Forschungsstandorte. Der Rückgang des Anteils ergab sich zum einen aus gesunkenen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung der Merck KGaA und zum anderen aus gestiegenen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung des Merck-Konzerns.

Dividende

Für das Jahr 2017 schlagen wir der Hauptversammlung eine Dividende von 1,25 € je Aktie vor.

Personal

Die Mitarbeiterzahl der Merck KGaA lag zum 31. Dezember 2017 bei 10.677 Beschäftigten und erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr (2016: 9.988).

Anzahl der im Durchschnitt beschäftigten Mitarbeiter nach Funktionsbereichen:

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Personal

Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter 2017 2016
Produktion 3.536 3.270
Verwaltung 3.072 2.881
Forschung 2.515 2.320
Logistik 648 624
Vertrieb 574 531
Sonstige 128 118
Summe 10.473 9.744

Risiken und Chancen

Die Merck KGaA unterliegt im Wesentlichen den gleichen Chancen und Risiken wie der Merck-Konzern. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Risiko- und Chancenbericht.

Prognose für die Merck KGaA

Abweichungen der tatsächlichen Geschäftsentwicklungen im Jahr 2017 von früher berichteten Prognosen:

Im vorangegangenen Geschäftsjahr wurde für 2017 ein leichter Anstieg der Umsatzerlöse in allen drei Geschäftsbereichen prognostiziert.

Der Umsatzanstieg im Unternehmensbereich Healthcare (+ 7,7 %) resultierte vornehmlich aus gestiegenen Lizenzerlösen. Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Produkten lagen leicht über dem Vorjahresniveau, weil sich zusätzliche Umsatzerlöse mit Medikamenten gegen Herz- und Kreislauferkrankungen (+ 14,8 %) und der Rückgang bei dem Krebsmittel Erbitux® (– 7,5 %) gegenseitig kompensieren.

Der Unternehmensbereich Life Science (+ 9,4 %) konnte seine Umsatzerlöse deutlich steigern. Die Zuwächse betrafen alle Geschäftseinheiten: Research Solutions (+ 6,6 %), Applied Solutions (+ 6,7 %) und Process Solutions (+ 14,0 %).

Aufgrund des anhaltend hohen Wettbewerbsdrucks im Geschäftsbereich der Flüssigkristalle sanken die Umsatzerlöse im Unternehmensbereich Performance Materials leicht (– 0,6 %). Der Rückgang in der Geschäftseinheit Display Materials (– 4,8 %) wurde durch Umsatzsteigerungen in den Geschäftseinheiten Pigments & Functional Materials (+ 10,6 %) und Advanced Technologies (+ 8,3) nicht vollständig ausgeglichen.

Der Jahresüberschuss konnte im Wesentlichen durch höhere Umsatzerlöse und ein verbessertes Beteiligungsergebnis gesteigert werden. Das Beteiligungsergebnis ist vornehmlich aufgrund einer höheren Dividende der Merck Holding GmbH, Gernsheim, gestiegen. Auf der Aufwandseite haben sich gegenläufig höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit Rechtsrisiken ausgewirkt, sodass der Jahresüberschuss insgesamt um 9,8 % angestiegen ist.

Die Gesellschaft erhält die finanziellen Mittel weiterhin von der Merck Financial Services GmbH, Darmstadt.

Prognose 2018

Die Unternehmensbereiche Life Science und Healthcare gehen von leicht steigenden Umsatzerlösen für das kommende Geschäftsjahr 2018 aus. Für den Unternehmensbereich Performance Materials werden jedoch leicht rückläufige Umsatzerlöse erwartet.

Wie auch im Vorjahr werden die Finanzierungskosten der Sigma-Aldrich-Akquisition weiterhin das Ergebnis belasten. Die positiven Beteiligungsergebnisse und Dividenden aus den Tochterunternehmen werden jedoch voraussichtlich zu einem leichten Anstieg des Jahresüberschusses führen. Die Merck Financial Services GmbH, Darmstadt, wird die Gesellschaft mit ausreichenden finanziellen Mitteln ausstatten und somit die Liquidität sicherstellen.

Derzeit sind uns keine bestandsgefährdenden Risiken bekannt, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnte.