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Kennzahlen

Veränderung
in Mio. € 2017 2016 in Mio. € in %
Umsatzerlöse 6.999 6.855 144 2,1 %
Operatives Ergebnis (EBIT)1 1.447 1.593 – 146 – 9,2 %
Marge (in % der Umsatzerlöse)1 20,7 % 23,2 %
EBITDA1 2.155 2.425 – 269 – 11,1 %
Marge (in % der Umsatzerlöse)1 30,8 % 35,4 %
EBITDA pre1 1.949 2.128 – 179 – 8,4 %
Marge (in % der Umsatzerlöse)1 27,9 % 31,0 %
Business Free Cash Flow1 1.448 1.648 – 200 – 12,1 %
1
Nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) nicht definiert.

Entwicklung der Umsatzerlöse sowie der Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2017 erzielte der Unternehmensbereich Healthcare ein organisches Umsatzwachstum von 4,7 %. Negative Währungseffekte von – 1,6 % und ein negativer Portfolioeffekt von – 1,0 % resultierten in einem Gesamtwachstum von 2,1 %. Die Umsatzerlöse beliefen sich somit auf 6.999 Mio. € (Vorjahr: 6.855 Mio. €). Im Biopharma-Geschäft trugen insbesondere Medikamente aus dem Bereich General Medicine (einschließlich CardioMetabolic Care) zum organischen Wachstum bei, allen voran Glucophage®, Euthyrox® und Concor®. Auch das Consumer-Health-Geschäft verzeichnete ein sehr starkes organisches Wachstum. Dagegen ging der Umsatz mit den beiden umsatzstärksten Produkten, dem Multiple-Sklerose-Medikament Rebif® und dem Krebsmedikament Erbitux®, organisch zurück. Die negativen Währungseffekte resultierten im Wesentlichen aus der Abwertung des US-Dollars, des Chinesischen Renminbi sowie des Britischen Pfunds. Die Veräußerung des Geschäfts in Pakistan Ende 2016, die im Wesentlichen Auswirkungen auf die Umsätze im Bereich General Medicine (einschließlich CardioMetabolic Care) hatte, führte zu einem Portfolioeffekt von – 1,0 %. Die ebenfalls in den Umsatzerlösen enthaltenen Provisionserlöse sanken um – 53,4 % auf 83 Mio. € (Vorjahr: 178 Mio. €). Dies war insbesondere verursacht durch den Rückkauf der Vermarktungsrechte an Glucophage® in China von Bristol-Myers Squibb zum Beginn des Geschäftsjahrs 2017. In der Vergangenheit vereinnahmte Healthcare für die Glucophage®-Umsätze in China ausschließlich Provisionserlöse. Seit Anfang des Jahrs 2017 vereinnahmt der Unternehmensbereich keine Provisionserlöse mehr, sondern weist die entsprechenden Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Glucophage® in China aus. Im Gegenzug werden Lizenzzahlungen an Bristol-Myers Squibb entrichtet.

Die erzielten Umsatzerlöse in den einzelnen Quartalen und die jeweiligen organischen Wachstumsraten im Berichtsjahr sind in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:

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Umsatzerlöse und organisches Wachstum1 nach Quartalen2

in Mio. € / organisches Wachstum in %

1Nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) nicht definiert.
2Quartalsaufteilung ungeprüft.

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Umsatzerlöse nach Regionen – 2017

in Mio. € / in % der Unternehmensbereichsumsätze

Europa, mit einem Anteil von 36 % an den Healthcare-Umsatzerlösen (Vorjahr: 37 %) die umsatzstärkste Region des Unternehmensbereichs, erzielte im Berichtsjahr nach einer organischen Entwicklung von – 1,4 % Umsatzerlöse von 2.502 Mio. € (Vorjahr: 2.555 Mio. €). Dies war insbesondere zurückzuführen auf die schwierige Wettbewerbssituation sowie weitere Preisreduktionen bei Rebif®. Auch die Umsätze mit Erbitux® und Gonal-f® waren organisch rückläufig, was für letzteres Präparat auf das wettbewerbsbedingt außergewöhnlich starke Wachstum im Vorjahr zurückzuführen war. Das positive organische Wachstum im Consumer-Health-Geschäft sowie erste Umsätze mit dem im Berichtsjahr zugelassenen Medikament Mavenclad® konnten diese Entwicklung nur teilweise auffangen. Insgesamt gingen die Umsatzerlöse um – 2,1 % zurück.

Die zweitstärkste Region, Asien-Pazifik, erwirtschaftete ein organisches Wachstum von 20,5 % und leistete einen Beitrag zu den Umsatzerlösen von 23 % (Vorjahr: 21 %). Dies war im Wesentlichen auf das zum 1. Januar 2017 geänderte Geschäftsmodell zur Vermarktung von Glucophage® in China zurückzuführen. Aber auch das Geschäft mit Medikamenten zur Behandlung von Unfruchtbarkeit, darunter Gonal-f®, sowie das Consumer-Health-Geschäft verzeichneten zum Teil zweistellige organische Wachstumsraten. Ein Portfolioeffekt von – 4,7 % resultierte aus der Veräußerung unserer Geschäftsaktivitäten in Pakistan. Unter Berücksichtigung von negativen Währungseffekten von – 2,8 % beliefen sich die Umsatzerlöse in der Region Asien-Pazifik auf 1.581 Mio. € (Vorjahr: 1.399 Mio. €).

In Nordamerika betrugen die Umsatzerlöse 1.494 Mio. € (Vorjahr: 1.601 Mio. €). Der organische Rückgang von – 4,5 % war wesentlich getrieben durch die Entwicklung bei Gonal-f®, was auf die für uns vorteilhafte Wettbewerbssituation im Vorjahr zurückzuführen war. Außerdem trugen die schwierige Wettbewerbssituation bei Rebif® und der organische Rückgang bei Saizen® zu dieser Entwicklung bei. Positiv wirkten sich neben zweistelligem organischen Wachstum bei den sonstigen Medikamenten zur Behandlung von Unfruchtbarkeit erste Umsätze mit Bavencio® aus. Dieses Medikament aus dem Bereich der Krebsimmuntherapie wurde in den USA zur Behandlung von metastasiertem Merkelzellkarzinom im März 2017 und Harnblasenkarzinom im Mai 2017 zugelassen. Unter Berücksichtigung negativer Währungseffekte von – 2,2 % betrug der Beitrag der Region Nordamerika zu den Umsatzerlösen des Unternehmensbereichs insgesamt 21 % (Vorjahr: 23 %).

In der Region Lateinamerika lagen die Umsatzerlöse nach organischen Wachstum von 11,1 % deutlich über dem Niveau des Vorjahrs bei 922 Mio. € (Vorjahr: 839 Mio. €). Organisches Wachstum in allen Geschäften und Therapiegebieten, insbesondere bei Erbitux®, Euthyrox® und im Consumer-Health-Geschäft mit den strategischen Kernmarken, führten zu dieser Entwicklung. Nach negativen Währungseffekten von – 1,0 % stieg der Beitrag der Region zu den Healthcare-Umsätzen auf 13 % (Vorjahr: 12 %).

Die Region Mittlerer Osten und Afrika erwirtschaftete Umsatzerlöse von 500 Mio. € (Vorjahr: 461 Mio. €). Ein organisches Wachstum von 10,4 % ergab sich im Wesentlichen aus der Entwicklung bei Medikamenten zur Behandlung von Unfruchtbarkeit, Euthyrox® und Concor® sowie zweistelligem organischen Wachstum im Consumer-Health-Geschäft.

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Komponenten der Umsatzentwicklung nach Regionen – 2017

in Mio. € / Veränderung in % Umsatzerlöse Organisches Wachstum1 Währungs-
effekte
Akquisitionen / Veräußerungen Gesamt-
veränderung
Europa 2.502 –1,4 % –0,7 % –0,1 % –2,1 %
Nordamerika 1.494 –4,5 % –2,2 % –6,7 %
Asien-Pazifik (APAC) 1.581 20,5 % –2,8 % –4,7 % 13,0 %
Lateinamerika 922 11,1 % –1,0 % –0,1 % 10,0 %
Mittlerer Osten und Afrika (MEA) 500 10,4 % –1,9 % 8,5 %
Healthcare 6.999 4,7 % –1,6 % –1,0 % 2,1 %
1
Nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) nicht definiert.

Die Entwicklung der Umsatzerlöse sowie die organischen Wachstumsraten der Hauptprodukte stellten sich im Geschäftsjahr 2017 wie folgt dar:

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Produktumsatz und organisches Wachstum1

in Mio. € / organisches Wachstum in %

1Nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) nicht definiert.
2 Beinhaltet Neurobion® sowie Dolo-Neurobion®, Dexabion® und Gavindo®.

Das Medikament Rebif®, das für die Behandlung rezidivierender Formen der Multiplen Sklerose eingesetzt wird, verzeichnete im Geschäftsjahr organisch einen Rückgang um – 5,5 % und erzielte unter Berücksichtigung negativer Währungseffekte von – 2,0 % Umsätze von 1.611 Mio. € (Vorjahr: 1.741 Mio. €). Der organische Rückgang war im Wesentlichen auf die Entwicklung in den Hauptabsatzmärkten Nordamerika und Europa zurückzuführen. Mit einem Beitrag zum Umsatz von 63 % (Vorjahr: 61 %) blieb Nordamerika trotz organisch negativer Entwicklung von – 3,2 % der wichtigste Absatzmarkt für Rebif®. Preiserhöhungen in den USA zu Beginn des Berichtsjahrs und im August konnten das rückläufige Absatzvolumen nicht kompensieren. Unter Berücksichtigung negativer Währungseffekte von – 2,3 % lieferte die Region Umsätze von 1.012 Mio. € (Vorjahr: 1.071 Mio. €). In Europa führten sowohl Preisreduktionen als auch der anhaltende Wettbewerbsdruck zu einem organischen Umsatzrückgang von – 12,1 %. Der daraus resultierende Umsatz betrug 456 Mio. € (Vorjahr: 524 Mio. €) und spiegelte sich in einem Rückgang des Beitrags der Region zum Gesamtumsatz von Rebif® auf 28 % (Vorjahr: 30 %) wider. Die übrigen Regionen Lateinamerika, Mittlerer Osten und Afrika sowie Asien-Pazifik erwirtschafteten einen Umsatz von 142 Mio. € (Vorjahr: 145 Mio. €) und blieben mit einem Beitrag zu den Rebif®-Umsätzen von 9 % (Vorjahr: 9 %) auf Vorjahresniveau.

Die Umsätze mit dem Krebsmedikament Erbitux® beliefen sich nach leichtem organischen Rückgang von – 1,3 % und negativen Währungseffekten von – 1,7 % auf 853 Mio. € (Vorjahr: 880 Mio. €). In der für Erbitux® umsatzstärksten Region, Europa, sank der Umsatz organisch um – 4,2 %. Diese Entwicklung war hauptsächlich zurückzuführen auf verpflichtende Preisreduktionen in einigen Ländern sowie auf die schwierige Wettbewerbssituation. Der Umsatz in Europa betrug 447 Mio. € (Vorjahr: 470 Mio. €); somit ging der regionale Beitrag zu den Gesamtumsätzen mit Erbitux® zurück auf 52 % (Vorjahr: 54 %). Auch die Region Asien-Pazifik verzeichnete einen organischen Rückgang von – 3,3 % und lieferte einen Umsatzbeitrag von 31 % (Vorjahr: 32 %). Zusammen mit negativen Währungseffekten von – 2,5 % betrugen die Umsätze 263 Mio. € (Vorjahr: 280 Mio. €). Zweistelliges organisches Wachstum in Lateinamerika von 23,6 % resultierte in Umsätzen von 87 Mio. € (Vorjahr: 73 Mio. €) und konnte trotz negativer Währungseffekte von – 5,1 % den Umsatzrückgang in den übrigen Regionen abmildern. Die Region Mittlerer Osten und Afrika lag mit 56 Mio. € Umsatz auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 56 Mio. €). Organisches Wachstum von 0,6 % wurde von Wechselkurseffekten von – 1,1 % kompensiert.

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Umsatzerlöse und organisches Wachstum1 von Rebif® und Erbitux® nach Regionen – 2017

Gesamt Europa Nordamerika Asien-Pazifik (APAC) Lateinamerika Mittlerer Osten und Afrika (MEA)
Rebif® in Mio. € 1.611 456 1.012 14 67 61
organisches Wachstum1 in % –5,5 % –12,1 % –3,2 % –1,9 % 12,6 % –7,6 %
in % der Umsatzerlöse 100 % 28 % 63 % 1 % 4 % 4 %
Erbitux® in Mio. € 853 447 263 87 56
organisches Wachstum1 in % –1,3 % –4,2 % –3,3 % 23,6 % 0,6 %
in % der Umsatzerlöse 100 % 52 % 31 % 10 % 7 %
1
Nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) nicht definiert.

Mit Gonal-f®, dem führenden rekombinanten Hormonpräparat zur Behandlung von Unfruchtbarkeit, erzielte der Unternehmensbereich Umsätze von 704 Mio. € (Vorjahr: 753 Mio. €) und lag damit deutlich unter dem Vorjahresniveau. Der organische Rückgang von – 4,6 % resultierte im Wesentlichen aus der Entwicklung in Nordamerika und Europa, wobei die starken Vorjahresumsätze in Nordamerika durch eine vorteilhafte Wettbewerbssituation geprägt waren. Positives, zum Teil zweistelliges organisches Wachstum in den Regionen Asien-Pazifik sowie Mittlerer Osten und Afrika konnte diese Entwicklung abmildern. Negativ wiederum wirkte sich der Währungseffekt mit – 1,8 % aus.

Im Therapiegebiet Endokrinologie lagen die Umsatzerlöse nach leichtem organischen Rückgang von – 2,3 % und einem negativen Währungseffekt von – 2,1 % unter dem Wert des Vorjahrs bei 383 Mio. € (Vorjahr: 404 Mio. €). Das umsatzstärkste Produkt im Therapiegebiet, das Wachstumshormon Saizen®, lieferte Umsätze von 259 Mio. € (Vorjahr: 270 Mio. €). Dies war sowohl einem organischen Rückgang von – 2,1 % als auch einem negativen Währungseffekt von – 2,0 % geschuldet.

Der Bereich General Medicine (einschließlich CardioMetabolic Care), in dem unter anderem Medikamente gegen Herz- und Kreislauferkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen sowie Diabetes vertrieben werden, erzielte ein organisches Wachstum von 16,4 %. Nach negativen Währungseffekten von – 1,3 % und einem negativen Portfolioeffekt von – 3,2 % betrugen die Umsatzerlöse 1.925 Mio. € (Vorjahr: 1.720 Mio. €). Das zweistellige organische Wachstum war insbesondere zurückzuführen auf die Entwicklung bei Glucophage®, das zur Behandlung von Diabetes eingesetzt wird. Das organische Umsatzwachstum von Glucophage® belief sich auf 74,7 % und beinhaltete den Effekt aus dem Rückkauf der Vermarktungsrechte in China von Bristol-Myers Squibb. Unter Berücksichtigung eines Währungseffekts von – 2,0 % und eines Portfolioeffekts von – 1,8 % stiegen die Umsätze mit dem Diabetesmedikament auf 662 Mio. € (Vorjahr: 388 Mio. €). Euthyrox®, ein Medikament zur Behandlung von Schilddrüsenkrankheiten, verzeichnete im Berichtsjahr ein zweistelliges organisches Wachstum von 12,4 % und erzielte Umsätze in Höhe von 370 Mio. € (Vorjahr: 332 Mio. €). Alle Regionen trugen mit organischem Wachstum zu dieser Entwicklung bei, allen voran die Märkte in Asien-Pazifik und Lateinamerika. Concor®, ein Produkt aus dem Bereich der Betablocker, wuchs organisch um 5,6 %. Nach gegenläufigem Währungs- (– 0,9 %) und Portfolioeffekt (– 1,5 %) beliefen sich die Umsätze auf 444 Mio. € (Vorjahr: 431 Mio. €). Der Portfolioeffekt im Bereich General Medicine (einschließlich CardioMetabolic Care) ergab sich maßgeblich aus der Veräußerung unseres Geschäfts in Pakistan zum Ende des Vorjahrs.

Das Consumer-Health-Geschäft, in dem nicht verschreibungspflichtige Medikamente verkauft werden, erzielte im Geschäftsjahr ein organisches Wachstum in allen Hauptabsatzregionen von insgesamt 7,6 %. Unter Berücksichtigung eines negativen Währungseffekts von – 0,5 % und eines Portfolioeffekts von – 1,0 % erwirtschaftete das Geschäft Umsatzerlöse von 911 Mio. € (Vorjahr: 860 Mio. €). Die globalen strategischen Kernmarken trugen wesentlich zu dieser Entwicklung bei, insbesondere Neurobion® und Nasivin®, aber auch die regionale Marke Vigantol®, die vorrangig in Europa vertrieben wird.

Die Ertragslage entwickelte sich wie folgt:

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Ertragslage

Veränderung
in Mio. € 2017 in % 2016 in % in Mio. € in %
Umsatzerlöse 6.999 100,0 % 6.855 100,0 % 144 2,1 %
Herstellungskosten – 1.587 – 22,7 % – 1.377 – 20,1 % – 211 15,3 %
(Davon: Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte)1 (– 2) (– 1) (– 1) (> 100,0 %)
Bruttoergebnis 5.412 77,3 % 5.478 79,9 % – 67 – 1,2 %
 
Marketing- und Vertriebskosten – 2.722 – 38,9 % – 2.587 – 37,7 % – 135 5,2 %
(Davon: Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte)1 (– 558) (– 565) (7) (– 1,3 %)
Verwaltungskosten – 299 – 4,3 % – 270 – 3,9 % – 29 10,7 %
Forschungs- und Entwicklungskosten – 1.632 – 23,3 % – 1.496 – 21,8 % – 136 9,1 %
(Davon: Abschreibungen immaterieller Vermögenswerte)1 (– 1) (– 1) (–) (–)
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge 688 9,8 % 468 6,8 % 220 47,0 %
Operatives Ergebnis (EBIT)2 1.447 20,7 % 1.593 23,2 % – 146 – 9,2 %
 
Abschreibungen / Wertminderungen / Wertaufholungen 708 10,1 % 831 12,1 % – 123 – 14,8 %
(Davon: Anpassungen) (– 51) (71) (– 122) (> 100,0 %)
EBITDA2 2.155 30,8 % 2.425 35,4 % – 269 – 11,1 %
 
Restrukturierungsaufwendungen 40 12 28 > 100,0 %
Integrationskosten / IT-Kosten 28 18 10 54,3 %
Gewinne (–) / Verluste (+) aus abgegangenen Geschäften – 316 – 330 13 – 4,1 %
Akquisitionsbezogene Anpassungen
Sonstige Anpassungen 42 3 39 > 100,0 %
EBITDA pre2 1.949 27,9 % 2.128 31,0 % – 179 – 8,4 %
1
Ohne Abschreibungen auf selbsterstellte oder einzeln erworbene Software.
2
Nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) nicht definiert.

Das Bruttoergebnis des Unternehmensbereichs war im Geschäftsjahr 2017 leicht rückläufig und betrug 5.412 Mio. € (Vorjahr: 5.478 Mio. €). Die daraus resultierende Bruttomarge lag unter dem Wert des Vorjahrs bei 77,3 % (Vorjahr: 79,9 %).

Der Anstieg in den Marketing- und Vertriebskosten war wesentlich mit der Markteinführung von Mavenclad® und Bavencio® verbunden. Weiterhin wurden in der Position Lizenzaufwendungen ausgewiesen, die aufgrund des zu Beginn des Geschäftsjahrs 2017 erfolgten Rückkaufs der Rechte von Glucophage® in China an Bristol-Myers Squibb abzuführen sind.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen 1.632 Mio. € (Vorjahr: 1.496 Mio. €); die hieraus resultierende Forschungsquote erhöhte sich auf 23,3 % (Vorjahr: 21,8 %). Diese Entwicklung war hauptsächlich auf stärkere Investitionen in die Biopharma-Pipeline zurückzuführen. Außerdem war das Vorjahr positiv beeinflusst durch die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 57 Mio. €, die ursprünglich im Zusammenhang mit der Einstellung von klinischen Entwicklungsprojekten in den Vorjahren gebildet wurden.

Die Entwicklung in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen war auf mehrere Effekte sowohl im Geschäftsjahr 2017 als auch im Vorjahr zurückzuführen. So enthielten die Lizenzerlöse, die Teil der sonstigen betrieblichen Erträge sind, die ertragswirksam realisierten Meilensteinzahlungen für die Zulassung von Bavencio®. Zulassungen erhielt das Medikament im Jahr 2017 in der Indikation Merkelzellkarzinom in den USA, der Europäischen Union, der Schweiz, Island, Liechtenstein, Norwegen, Japan und Kanada sowie zur Behandlung von Blasenkrebs in den USA. Weiterhin waren höhere Lizenzeinnahmen von Avonex® und Plegridy® (beide Biogen Inc.) durch das zusätzlich erteilte Patent in den USA im Juni 2016 sowie der Ertrag aufgrund einer Vereinbarung über eine Einmalzahlung zur Abgeltung zukünftig fälliger Lizenzzahlungen zu Beginn des Geschäftsjahrs 2017 enthalten. Wesentlich wirkte sich in den sonstigen betrieblichen Erträgen auch der erzielte Gewinn aus dem Verkauf des Biosimilars-Geschäfts im August 2017 in Höhe von 319 Mio. € aus. Das Vorjahr war von dem Gewinn aus der Rückgabe der Rechte an Kuvan® an BioMarin Pharmaceutical Inc., USA (330 Mio. €) ebenfalls positiv beeinflusst. Beide Effekte wurden im Rahmen der Berechnung des EBITDA pre bereinigt. Die folgenden Wertaufholungen beziehungsweise Wertminderungen waren ebenfalls in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen enthalten: Die im Geschäftsjahr 2017 aufgrund der Marktzulassung von Mavenclad® erfasste Wertaufholung des immateriellen Vermögenswerts für Cladribin betrug 17 Mio. €. Außerdem wurde die zuvor im Jahr 2011 wertgeminderte biopharmazeutische Produktionsanlage in Corsier-sur-Vevey, Schweiz, um 69 Mio. € zugeschrieben. Darüber hinaus erfolgte im Berichtsjahr eine Wertminderung des Co-Kommerzialisierungsrechts für Xalkori® von 33 Mio. €. Im Vorjahr wurde dieses Co-Kommerzialisierungsrecht bereits um 71 Mio. € im Wert gemindert.

Bereinigt um Abschreibungen, Wertminderungen, Wertaufholungen sowie Anpassungen ging das EBITDA pre auf 1.949 Mio. € (Vorjahr: 2.128 Mio. €) zurück und ergab damit bezogen auf die Umsatzerlöse eine Marge von 27,9 % (Vorjahr: 31,0 %).

Die Entwicklung des EBITDA pre in den einzelnen Quartalen im Vergleich zum Vorjahr ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:

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EBITDA pre1 und Veränderung nach Quartalen2

in Mio. € / Veränderung in %

1Nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) nicht definiert.
2Quartalsaufteilung ungeprüft.

Entwicklung des Business Free Cash Flow

Im Geschäftsjahr 2017 belief sich der Business Free Cash Flow auf 1.448 Mio. € (Vorjahr: 1.648 Mio. €). Das niedrigere Niveau im Vergleich zum Vorjahr war hauptsächlich auf das niedrigere EBITDA pre zurückzuführen. Zusätzlich trugen höhere Investitionen zum Rückgang der Kennzahl bei, wohingegen die Entwicklung des Forderungsbestands einen positiven Einfluss hatte.

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Business Free Cash Flow1

Veränderung
in Mio. € 2017 2016 in Mio. € in %
EBITDA pre1 1.949 2.128 – 179 – 8,4 %
Investitionen in Sachanlagen, Software
sowie geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte
– 411 – 348 – 63 18,0 %
Veränderungen der Vorräte – 39 – 38 – 2 5,0 %
Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie der Forderungen aus Lizenzen
– 51 – 94 43 – 45,6 %
Business Free Cash Flow1 1.448 1.648 – 200 – 12,1 %
1
Nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) nicht definiert.

Die Entwicklung des Business Free Cash Flow in den einzelnen Quartalen im Vergleich zum Vorjahr ist in der nachfolgenden Übersicht dargestellt:

Healthcare

Business Free Cash Flow1 und Veränderung nach Quartalen2

in Mio. € / Veränderung in %

1Nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) nicht definiert.
2Quartalsaufteilung ungeprüft.